Vom Schrott zum „Green Steel“ – mit innovativster Absaugtechnologie

Klimaschutz
(2026)

Das Unternehmen Ragg GmbH smart electric wurde mit dem Projekt „Vom Schrott zum „Green Steel“ – mit innovativster Absaugtechnologie“ in der Kategorie KLimaschutz für den TRIGOS Tirol 2026 nominiert.

Weitersrollen zur Nominiertenbegründung.

Nominiertenbegründung

Die familiengeführte Ragg GmbH ist der größte Recyclingbetrieb Tirols und führt seit 1947 Altstoffe in den Wertstoffkreislauf zurück. Durch hochwertige Aufbereitung, modernste Technologien und ein starkes regionales Netzwerk trägt das Unternehmen aktiv zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Dazu zählen unter anderem der Transport von Schrott per Bahn, der Einsatz von PV-Anlagen, Wasserrecycling sowie Mitarbeiter-Shuttles.

Mit dem Projekt „Vom Schrott zum Green Steel“ setzt Ragg gezielt an den eigenen Shredder- und Aufbereitungsprozessen an. Herzstück ist eine neu entwickelte Absaug- und Filteranlage, die Nass- und Trockenabscheidung mit nachgeschalteter Ultrafiltration kombiniert und damit Schadstoffe wie Feinstaub, Schwermetalle, Dioxine und PCBs nahezu vollständig aus der Abluft entfernt. Die Staubemissionen konnten so auf unter 5 mg/m³, mit dem Ultrafilter sogar auf unter 0,5 mg/m³ gesenkt werden. Ziel war es, eine Lösung zu schaffen, die ökologische Wirkung und wirtschaftliche Effizienz vereint und sowohl die Mitarbeitenden als auch die Umwelt entsprechend schützt.

Das Projekt überzeugt durch seine hohe Wirksamkeit, die klare Datenlage und die gezielte Reduktion besonders kritischer Schadstoffe sowie durch seinen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Durch die Skalierbarkeit und Übertragbarkeit auf unterschiedliche Anlagen der Metallrecyclingbranche sowie verwandte Industrien setzt Ragg einen starken Impuls für die Weiterentwicklung industrieller Recyclingprozesse.

gabi faber wiener

Hon. Prof. (FH) Gabriele Faber-Wiener, MBA​

Leitung Center for Responsible Management
„Der TRIGOS ist der wichtigste Preis für Nachhaltigkeit und CSR in Österreich und gleichzeitig ein Spiegel. Er zeigt auf wo wir uns auf diesem wichtigen Weg befinden. Ich habe vor sechs Jahren die Kriterien und das Juryprocedere überarbeitet und leite seither die Jurierung.
Es ist für mich immer wieder inspirierend, mit klugen und reflektierten KollegInnen die Einreichungen zu diskutieren. Bei uns müssen sich alle einigen, wir haben kein Mehrheits-, sondern Konsensprinzip, und das geht nur mit Argumenten.
Das ist eine große Herausforderung, aber gleichzeitig die Quelle für die hohe Glaubwürdigkeit des TRIGOS. Diskurs ist auch für die Zukunft der Nachhaltigkeit essenziell, nicht nur beim TRIGOS. Wir brauchen mehr Reflexion, mehr Austausch auf Augenhöhe und weniger Beharren auf Standpunkten“
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