Sanitärwände jetzt!

Social Innovation & Future Challenges
(2022)

Der Gang zur Toilette ist die wichtigste Nebensache der Welt. Jede/r benötigt sanitäre Einrichtungen. Egal ob auf Veranstaltungen, an öffentlichen Plätzen oder an Orten wo es von Grund auf keine sanitären Einrichtungen oder gar keine Wasserversorgung gibt. Mit einer Trockentoilette spart man dabei ca. 5 Liter Trinkwasser pro Nutzung, bei Chemietoiletten im Gegensatz wird Wasser zur Verdünnung verwendet. Nach der Klärung bleibt ein sedimentierter Abfall zurück, welcher fast ausschließlich in die thermische Verwertung kann. Wir bieten mit unserem Toilettensystem hierfür eine nachhaltige und vor allem ökologisch vertretbare Lösung. Unsere Toilette und unser Prozess ermöglichen eine mögliche Weiterverwertung des Sammelguts, d.h. Nährstoffe werden rezykliert, Trinkwasser wird nicht belastet, Energie wird gespart und Kläranlagen werden entlastet. Unsere Zielgruppen sind primär: Gemeinden, Baustellen und Veranstaltungen. Die Idee für das Toilettensystem entstand während unseres Festivals, da wir selber schöne mobile, nasenfreundliche Toiletten ohne Chemie benutzen wollten. Dank des riesigen positiven Feedbacks fiel der Entschluss, öKlo auf den Markt zu bringen.

öKlo GmbH
Niko Bogianzidis
Geschäftsführer / CEO öKlo GmbH

„Den TRIGOS heim zu holen wäre für uns vergleichbar mit einem OSCAR.“

Nominiertenbegründung

Das niederösterreichische Startup öKlo ist das erste heimische Unternehmen, das mobile Komposttoiletten verkauft und vermietet. Diese werden aus Echtholz gefertigt, kommen ganz ohne Chemie, Trinkwasser und Energie aus und sind vollständig autark. Die Jury ist beeindruckt von der intensiven und unermüdlichen Arbeit an der Neuaufarbeitung der Kompostverordnung, mit dem Ziel, die Weiterverwertung des Sammelguts zu gewährleisten und die Nährstoffe als Humus und Substrat wieder zurück in den natürlichen Kreislauf zu bringen. öKlo hat die Ambition, über das eigene Unternehmen hinaus zu wirken und Rahmenbedingungen für alle zu verbessern – was die höchste Entwicklungsstufe von CSR darstellt. Besonders lobenswert hebt die Jury hebt den kontinuierlichen Entwicklungsprozess des Unternehmens hervor und begrüßt die Erweiterung des Produktsortiments, das neben klassischen Toiletten, Waschstationen und Duschen mittlerweile auch barrierefreie Toiletten umfasst.

Projektfotos

gabi faber wiener

Hon. Prof. (FH) Gabriele Faber-Wiener, MBA​

Leitung Center for Responsible Management
„Der TRIGOS ist der wichtigste Preis für Nachhaltigkeit und CSR in Österreich und gleichzeitig ein Spiegel. Er zeigt auf wo wir uns auf diesem wichtigen Weg befinden. Ich habe vor sechs Jahren die Kriterien und das Juryprocedere überarbeitet und leite seither die Jurierung.
Es ist für mich immer wieder inspirierend, mit klugen und reflektierten KollegInnen die Einreichungen zu diskutieren. Bei uns müssen sich alle einigen, wir haben kein Mehrheits-, sondern Konsensprinzip, und das geht nur mit Argumenten.
Das ist eine große Herausforderung, aber gleichzeitig die Quelle für die hohe Glaubwürdigkeit des TRIGOS. Diskurs ist auch für die Zukunft der Nachhaltigkeit essenziell, nicht nur beim TRIGOS. Wir brauchen mehr Reflexion, mehr Austausch auf Augenhöhe und weniger Beharren auf Standpunkten“