Green Filming

Sonderpreis der Jury
(2022)

Dass die Filmwirtschaft einen großen ökologischen Fußabdruck hinterlässt, kann nicht verleugnet werden. Der Begriff „Green Filming“ ist mittlerweile in aller Munde: von Hollywood bis zu jedem anderen Filmprojekt unabhängig von der Größe. Manche Filmförderstellen wollen diese Kriterien als Bedingung einer Förderzusage sehen, andere nennen es als fakultativen Pluspunkt. Als wir 2019 damit begonnen haben, geschah es vielmehr aus Zeitgeist und Weitblick. „Green Filming“ soll kein Schlagwort sein, sondern ein Wert, mit dem wir auf unsere MitarbeiterInnen, GeschäftspartnerInnen, aber auch auf unser Publikum („Planet Placement“) zugehen. Neben der ökologischen Komponente stehen bei uns auch soziale und ökonomische Maßnahmen auf der Agenda. Wir waren z.B. eines der ganz wenigen Unternehmen, die in der 1. Covid-Welle Kurzarbeit für unsere ProjektmitarbeiterInnen beantragt haben, während unser Mitbewerb größtenteils die MitarbeiterInnen gekündigt hat. Ein weiteres Ziel für kommendes Jahr ist die Fokussierung der MitarbeiterInnengesundheit, z.B. durch Kooperationen mit einem Fitnessapp für den Arbeitsalltag – hierfür laufen gerade die Verhandlungen.

 

Nominiertenbegründung

Die Filmwirtschaft hinterlässt durch hohe CO2-Emissionen, Müll und Ressourcenverbrauch einen enormen ökologischen Fußabdruck. Mit dem Projekt „Green Filming“ steuert die Graf Filmproduktion diesen Problemen und Entwicklungen entgegen. Ziel des Projekts ist es, Schritt für Schritt die Energieeffizienz zu steigern und CO2-Einsparungen zu erreichen. Zusätzlich setzt das Unternehmen soziale Maßnahmen wie die aktive Einbindung der Mitarbeiter*innen, auch in die Gestaltung des Green Filmings. Die Graf Filmproduktion geht damit als gutes Beispiel voran und verstärkt die Bewusstseinsbildung und damit den Wandel der gesamten Filmbranche. Die Jury begrüßt die kontinuierliche Verbesserung und die laufende Evaluierung seitens des Unternehmens und ist schon auf die nächsten Schritte gespannt.

Projektfotos

gabi faber wiener

Hon. Prof. (FH) Gabriele Faber-Wiener, MBA​

Leitung Center for Responsible Management
„Der TRIGOS ist der wichtigste Preis für Nachhaltigkeit und CSR in Österreich und gleichzeitig ein Spiegel. Er zeigt auf wo wir uns auf diesem wichtigen Weg befinden. Ich habe vor sechs Jahren die Kriterien und das Juryprocedere überarbeitet und leite seither die Jurierung.
Es ist für mich immer wieder inspirierend, mit klugen und reflektierten KollegInnen die Einreichungen zu diskutieren. Bei uns müssen sich alle einigen, wir haben kein Mehrheits-, sondern Konsensprinzip, und das geht nur mit Argumenten.
Das ist eine große Herausforderung, aber gleichzeitig die Quelle für die hohe Glaubwürdigkeit des TRIGOS. Diskurs ist auch für die Zukunft der Nachhaltigkeit essenziell, nicht nur beim TRIGOS. Wir brauchen mehr Reflexion, mehr Austausch auf Augenhöhe und weniger Beharren auf Standpunkten“
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