Ein ungewöhnliches „Empowerment“-Projekt bringt Menschen aus vielen Ländern nach Österreich: Der Grazer Arbeitsgeber Weltweitwandern führt unter dem Titel „Tourismus in zwei Richtungen“ ein Ausbildungsprogramm für Reiseleiter aus den Zielländern der Touristen ein. Ziel ist, dass die Reiseleiter als Kultuvermittler zwischen ihrer „Welt“ und der „Welt der Reisenden“ agieren können. Hintergrund dieses Projekts ist: Wer als Kulturvermittler im eigenen Land fungiert, sollte auch Erfahrungshintergrund und Erwartungshaltung der Leute kennen, die er betreut. Christian Hlade, Geschäftsführer erklärt den erweiterten Hintergrund des Konzepts: „Unsere Reiseleiter aus Marokko, Ladakh, Nepal, der Mongolei, usw. sollen ihre Gäste und deren Erwartungshaltungen besser verstehen und kennen lernen, indem sie für eine Zeit den Alltag und kulturellen Hintergrund in Europa selbst erfahren.“
Das dreimonatige Guide-Training teilt sich in einen Intensiv-Deutschkurs in Graz, eine Führerausbildung im Kärntner Lesachtal und ein Praktikum in Wien. Neben den Weiterbildungen in Sachen Deutsch, Psychologie, Kundenmanagement und Bergwissen wird den Guides auch vermittelt „wie man sich als Tourist fühlt“ im Lesachtal auf der Berghütte, in Graz und in Wien. Zurück in ihrer Heimat werden die in Österreich ausgebildeten FührerInnen dann Ausbildungen organisieren und so vor Ort weitere FührerInnen schulen.
Im Zuge der Ausbildung fanden auch Begegnungs-Veranstaltungen in Kooperation mit der Islamischenin Liga der Kultur in Graz und Wien statt. Über 150 Personen kamen zu diesen Informationsabenden und beteiligten sich nach der Diashow über Marokko an der Gesprächsrunde zum Thema „Islam“.
Die Ausbildung ermöglichte den Guides vor Ort eine einzigartige Weiterbildung – sowohl persönlich als auch fachspezifisch.
Ein ungewöhnliches „Empowerment“-Projekt bringt Menschen aus vielen Ländern nach Österreich: Weltweitwandern führt unter dem Titel „Tourismus in zwei Richtungen“ ein Ausbildungsprogramm für ReiseleiterInnen aus den Zielländern der TouristInnen ein. Ziel ist, dass die ReiseleiterInnen als Kulturvermittler zwischen ihrer „Welt“ und der „Welt der Reisenden“ agieren können.