Vom Garn bis zu Handtuch und Mode – 100% aus dem Waldviertel

Vorbildliche Projekte
(2025)

HERKA ist ein seit 1927 bestehender Familienbetrieb aus dem Waldviertel, der hochwertige Frottierwaren herstellt und seit jeher auf nachhaltige Produktion mit Naturmaterialien, Energieeffizienz und Zero-Waste-Prinzip setzt. Seit 2020 kommuniziert das Unternehmen seine Nachhaltigkeitsmaßnahmen verstärkt nach außen und setzt auf transparente Einblicke in die Produktion, um Bewusstsein in der Textilbranche zu schaffen.

Nominiertenbegründung

HERKA ist ein 1927 gegründeter Familienbetrieb aus dem Waldviertel mit 80 Mitarbeiter:innen, das hochwertige Frottierwaren anfertigt. Verantwortungsvolles Wirtschaften bedeutet für das Unternehmen somit seit fast 100 Jahren, den Betrieb stetig weiterzuentwickeln und weiterzudenken, um kommenden Generationen eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Deshalb wurden laut HERKA immer schon ausschließlich Naturmaterialien eingesetzt, Restgarne zusammengespult und wiederverwendet, zahlreiche Lehrlinge bzw. Facharbeiter ausgebildet, Energie effizient eingesetzt und Wärme zum Heizen verwendet. Das Unternehmen arbeitet laut eigenen Angeben nach dem Zero Waste Prinzip und ist vielfach zertifiziert – sowohl auf Produktebene als auch im Produktionsprozess: u.a. mit EMAS, ISO14001, GOTS und OEKO-TEX 100.

Seit 2020 kommuniziert HERKA diese gelebten Aspekte verstärkt nach außen und spricht über die Notwendigkeit von Nachhaltigkeit, das Unternehmen zeigt was sie tun und hat den Dialog verstärkt. In einem zweiten Schritt intensivieren vertiefende technische Informationen und Behind-the-scenes Stories den Dialog weiter. Dabei wird besonderes Augenmerk auf transparente und ehrliche Information, auf Hintergrundvideos und -Geschichten über die Produktion im Haus gelegt.

Gerade in der Textilbranche ist Bewusstseinsbildung von besonderer Bedeutung, um das Konsumverhalten nachhaltig verändern zu können. HERKA überzeugt mit seiner klaren Ausrichtung des Kerngeschäfts und der Erkenntnis, frei nach dem alten Motto: „Tu Gutes und sprich darüber“.

Projektfotos

gabi faber wiener

Hon. Prof. (FH) Gabriele Faber-Wiener, MBA​

Leitung Center for Responsible Management
„Der TRIGOS ist der wichtigste Preis für Nachhaltigkeit und CSR in Österreich und gleichzeitig ein Spiegel. Er zeigt auf wo wir uns auf diesem wichtigen Weg befinden. Ich habe vor sechs Jahren die Kriterien und das Juryprocedere überarbeitet und leite seither die Jurierung.
Es ist für mich immer wieder inspirierend, mit klugen und reflektierten KollegInnen die Einreichungen zu diskutieren. Bei uns müssen sich alle einigen, wir haben kein Mehrheits-, sondern Konsensprinzip, und das geht nur mit Argumenten.
Das ist eine große Herausforderung, aber gleichzeitig die Quelle für die hohe Glaubwürdigkeit des TRIGOS. Diskurs ist auch für die Zukunft der Nachhaltigkeit essenziell, nicht nur beim TRIGOS. Wir brauchen mehr Reflexion, mehr Austausch auf Augenhöhe und weniger Beharren auf Standpunkten“