Living Factory Philips Klagenfurt – Industriefläche wird Lebensraum

Vorbildliche Projekte
(2026)

Das Unternehmen Philips Austria GmbH wurde mit dem Projekt „Living Factory Philips Klagenfurt – Industriefläche wird Lebensraum“ in der Kategorie Vorbildliche Projekte für den TRIGOS 2026 und den TRIGOS Kärnten 2026 nominiert.

Weitersrollen zur Nominiertenbegründung

Nominiertenbegründung

Philips Austria GmbH ist Teil von Royal Philips, einem globalen Medizintechnikunternehmen. Der Standort Klagenfurt zählt zu den wichtigsten Entwicklungs- und Fertigungszentren von Philips Personal Health in Europa. Rund 230 Mitarbeitende entwickeln und produzieren Komponenten für Oral Healthcare sowie Grooming & Beauty. In den letzten Jahren hat der Standort Fortschritte in Richtung Nachhaltigkeit erzielt, u.a. durch Umstellung auf erneuerbare Energien, CO₂‑neutrale Wärme, ein umfassendes Biodiversitätsprogramm sowie Prozessumstellungen in der Produktion.

Im Rahmen des Projektes „Living Factory Philips Klagenfurt – Industriefläche wird Lebensraum“ wurden unbebaute Flächen in Klagenfurt renaturiert, um neue Lebensräume zu schaffen. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit Mitarbeitenden in abteilungsübergreifenden Teamevents. Rund 12.500 m² sind bereits realisiert. Gefördert werden ausschließlich einheimische Pflanzen, zudem sollen möglichst viele Tierarten angesiedelt werden, darunter auch gefährdete Arten. Das Biodiversitätsprojekt umfasst eine von Mitarbeitenden betreute Imkerei mit 1.500 m² Bienenwiese sowie rund 8.000 m² Biodiversitätsfläche, wo Sträucher, Bäume und Lebensräume für verschiedene Tierarten geschaffen wurden.

Die Innovationskraft des Projekts liegt in der erfolgreichen Entwicklung artenreicher Lebensräume mitten im städtischen Umfeld. Besonders hervorzuheben ist die starke Eigeninitiative der Mitarbeitenden, die kreative Lösungen entwickeln und das Projekt mit hoher Motivation vorantreiben. Mit der konsequent wirkungsorientierten ökologischen Aufwertung unbebauter Industrieflächen adressiert Philips Klagenfurt zentrale Herausforderungen wie Biodiversität und Renaturierung.

Projektfotos

gabi faber wiener

Hon. Prof. (FH) Gabriele Faber-Wiener, MBA​

Leitung Center for Responsible Management
„Der TRIGOS ist der wichtigste Preis für Nachhaltigkeit und CSR in Österreich und gleichzeitig ein Spiegel. Er zeigt auf wo wir uns auf diesem wichtigen Weg befinden. Ich habe vor sechs Jahren die Kriterien und das Juryprocedere überarbeitet und leite seither die Jurierung.
Es ist für mich immer wieder inspirierend, mit klugen und reflektierten KollegInnen die Einreichungen zu diskutieren. Bei uns müssen sich alle einigen, wir haben kein Mehrheits-, sondern Konsensprinzip, und das geht nur mit Argumenten.
Das ist eine große Herausforderung, aber gleichzeitig die Quelle für die hohe Glaubwürdigkeit des TRIGOS. Diskurs ist auch für die Zukunft der Nachhaltigkeit essenziell, nicht nur beim TRIGOS. Wir brauchen mehr Reflexion, mehr Austausch auf Augenhöhe und weniger Beharren auf Standpunkten“
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