Regional – Nachhaltig – Fair

Regionale Wertschaffung
(2026)

Das Unternehmen Dorfladenbox GmbH wurde mit dem Projekt „Regional – Nachhaltig – Fair “ in der Kategorie Regionale Wertschaffung für den TRIGOS 2026 nominiert.

Weitersrollen zur Nominiertenbegründung.

Nominiertenbegründung

Die Dorfladenbox GmbH entwickelt seit 2021 digitalisierte Selbstbedienungslösungen für regionale, handwerklich hergestellte Lebensmittel. Mit einem vierköpfigen Kernteam baut das Unternehmen im Franchisemodell eine skalierbare Infrastruktur auf, die kleinstrukturierte Produzent:innen mit Konsument:innen verbindet. Das konsequente 50 km-Prinzip, das Transportwege reduziert und lokale Produzent:innen gezielt einbindet, stärkt regionale Wirtschaftskreisläufe und sichert die Nahversorgung mit regionalen Lebensmitteln.

Kern des Projekts ist ein vollständig digitalisiertes 24/7 Selbstbedienungssystem, das Direktvermarktung neu organisiert. Produktion, Anlieferung und Verkauf werden zeitlich entkoppelt, wodurch landwirtschaftliche Abläufe flexibel integriert werden können. Automatisierte Bestands- und Abrechnungssysteme sowie ein umsatzbasiertes Regalmietenmodell senken Markteintrittsbarrieren und reduzieren den administrativen Aufwand für Produzent:innen deutlich.

Mit über 1.670 regionalen Produzent:innen, 41 Standorten in Österreich, Deutschland und der Schweiz, und mehr als 121.000 Kund:innen zeigt das Modell seine wirtschaftliche Tragfähigkeit und Skalierbarkeit. Rund 30.900 regionale Produkte werden über die Dorfladenbox zugänglich gemacht und sichern die Nahversorgung.
Die Dorfladenbox verbindet Digitalisierung mit regionaler Wertschöpfung und schafft eine innovative, übertragbare Vertriebsstruktur. Sie veranschaulicht, wie technologische Lösungen kleinstrukturierte Landwirtschaft stärken, Marktzugänge erleichtern und regionale Wirtschaftssysteme nachhaltig entwickeln können.

Projektfotos

gabi faber wiener

Hon. Prof. (FH) Gabriele Faber-Wiener, MBA​

Leitung Center for Responsible Management
„Der TRIGOS ist der wichtigste Preis für Nachhaltigkeit und CSR in Österreich und gleichzeitig ein Spiegel. Er zeigt auf wo wir uns auf diesem wichtigen Weg befinden. Ich habe vor sechs Jahren die Kriterien und das Juryprocedere überarbeitet und leite seither die Jurierung.
Es ist für mich immer wieder inspirierend, mit klugen und reflektierten KollegInnen die Einreichungen zu diskutieren. Bei uns müssen sich alle einigen, wir haben kein Mehrheits-, sondern Konsensprinzip, und das geht nur mit Argumenten.
Das ist eine große Herausforderung, aber gleichzeitig die Quelle für die hohe Glaubwürdigkeit des TRIGOS. Diskurs ist auch für die Zukunft der Nachhaltigkeit essenziell, nicht nur beim TRIGOS. Wir brauchen mehr Reflexion, mehr Austausch auf Augenhöhe und weniger Beharren auf Standpunkten“
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