Förderung von sozialem Unternehmertum in Ostafrika und Zentralasien

Internationales Engagement
(2019)

Nach zahlreichen inhaltlichen und strukturellen Weiterentwicklungen unserer Angebote an frühphasige SozialunternehmerInnen sowie der erfolgreichen Skalierung in verschiedene Länder in Zentral- und Osteuropa standen wir vor der Herausforderung, wie wir in Zukunft auch junge unternehmerische Talente in vernachlässigten Regionen außerhalb Europas bei der Entwicklung eigener
Sozialunternehmen unterstützen können. Die Kernfrage lautete: Wie können wir unsere langjährigen Erfahrungen, Lernmethoden, Workshopformate, Mentorenprogramme, Auswahlverfahren, etc. in einem
völlig anderen kulturellen und wirtschaftlichen Umfeld außerhalb Europas sinnvoll einsetzen? Wie können wir dadurch schlummernde unternehmerische Talente der lokalen Jugend zur Überwindung
zentraler sozialer und ökologischer Herausforderungen entfalten? Als zentrale Zielgruppe sahen wir dabei junge Menschen unter 30 Jahren in Entwicklungs- bzw. Schwellenländern an, die kaum/keinen Zugang zu unternehmerischer Weiterbildung erhalten und akut von Jugendarbeitslosigkeit gefährdet sind. Nach eingehender Analyse wurden zwei konkrete Zielregionen definiert: Ostafrika und Zentralasien. In beiden Regionen herrscht eine hohe Jugendarbeitslosigkeit (bis zu 60%) und es gibt nur wenige Angebote für junge SozialunternehmerInnen. Gleichzeitig sind beide Regionen politisch stabil sowie ökonomische Wachstumsmärkte und dienen so als potentiell geeignete Zielregionen für unsere Angebote.

Nominiertenbegründung

Social Impact Award – Förderung von sozialem Unternehmertum in Ostafrika und Zentralasien
Der Social Impact Award (SIA) wurde 2009 an der WU Wien gegründet, mit dem erklärten Ziel, angehende SozialunternehmerInnen bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer innovativen Ideen zu unterstützen. Es vernetzt soziale Start-ups mit etablierten Unternehmen, um innovative Kooperationen einzugehen. Als Social Franchise expandiert die gemeinnützige GmbH ihre Tätigkeiten und ihren Impact von Österreich aus in mittlerweile mehr als 20 Länder, sowohl in Europa als auch Ostafrika und Zentralasien. Das Unternehmen sorgt damit für Kapazitätsaufbau vor Ort, was dem Empowerment-Gedanken der modernen Wirtschaftspartnerschaften entspricht. Im Prozess sind zudem mehrere Kontroll- und Feedbackschleifen eingebaut sowie regelmäßige Evaluierungen durch die WU Wien. Mit der Veröffentlichung der Evaluierungs-Ergebnisse im sogenannten „Global Impact Report“ gewährleistet das Unternehmen Transparenz nach innen und außen.

Projektfotos