Das Unternehmen Diak Infrastruktur GmbH wurde mit dem Projekt „Diakonie-Holzgaskraftwerk – grüner Strom aus der Region“ in der Kategorie Klimaschutz für den TRIGOS Kärnten 2026 nominiert.
Weitersrollen zur Nominiertenbegründung.
Die Diakonie de La Tour ist Mitglied der Diakonie Österreich, einem der fünf großen Wohlfahrtsverbände des Landes, und betreut mit rund 2.500 Mitarbeitenden jährlich über 18.000 Menschen. In rund 100 Einrichtungen werden Angebote in der Kinder- und Jugendhilfe, Betreuung, Beratung, Bildung, Gesundheit und sozialer Teilhabe umgesetzt. Grundlage ist eine klare Werteorientierung mit dem Ziel, Menschen zu unterstützen und gesellschaftliche Integration zu stärken.
Mit dem Projekt „Holzgaskraftwerk – grüner Strom aus der Region“ setzt die Diakonie gezielt auf eine umweltfreundliche, dezentrale Eigenstromversorgung aus regionaler Biomasse. Ergänzend zum bestehenden Biomasseheizwerk wurde ein Holzgas-Blockheizkraftwerk errichtet, das Strom und Wärme aus regionalem Holzhackgut erzeugt. Ziel ist es, den steigenden Energiebedarf nachhaltig zu decken, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung zu stärken. Lokale Lieferketten, insbesondere in der Forstwirtschaft, werden eingebunden und Arbeitsplätze gesichert. Durch Kraft-Wärme-Kopplung, Power-to-Heat und die Einbindung ins Wärmenetz entsteht ein effizientes Gesamtsystem, das auch in Krisensituationen eine stabile Versorgung zentraler Einrichtungen gewährleistet.
Das Projekt zeigt, wie soziale Organisationen ökologische Verantwortung mit Versorgungssicherheit verbinden können. Mit über 7.500 MWh nutzbarer Energie jährlich und rund 1.620 Tonnen CO₂-Einsparung leistet es einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung. Besonders hervorzuheben ist der Modellcharakter: Das in Kärnten derzeit einzigartige Projekt kombiniert ökologische, wirtschaftliche und infrastrukturelle Aspekte zu einem tragfähigen Gesamtkonzept. Durch den Einsatz regionaler Ressourcen, die Zusammenarbeit mit Partnern aus Wirtschaft und öffentlicher Hand sowie die Übertragbarkeit auf andere Standorte wird ein praxisnahes Beispiel für nachhaltige, resiliente Energieversorgung geschaffen.