CompriVap – Dampferzeugung mittels industrieller Abwärmenutzung

Klimaschutz
(2026)

Das Unternehmen GIG Karasek GmbH wurde mit dem Projekt „CompriVap – Dampferzeugung mittels industrieller Abwärmenutzung“ in der Kategorie Klimaschutz für den TRIGOS 2026 nominiert.

Weitersrollen zur Nominiertenbegründung

Nominiertenbegründung

Die GIG Karasek GmbH ist ein international tätiger österreichischer Anlagenbauer für thermische Trenntechnik, Umwelttechnologien und Anlagen zur Dampferzeugung aus industrieller Abwärme.

Mit dem Projekt „CompriVap“ realisiert GIG Karasek bei dem Chemie-Großkonzern BASF am Standort Ludwigshafen in Deutschland die weltweit leistungsstärkste industrielle Großwärmepumpe ihrer Art. Bislang ungenutzte Niedertemperatur-Abwärme soll wirtschaftlich nutzbar gemacht werden und fossile Dampferzeugung im industriellen Maßstab ersetzen. Ziel war die Elektrifizierung der Prozessdampferzeugung durch eine Hochtemperatur-Wärmepumpe mit bislang unerreichter Leistungsklasse. Kern der Anlage ist ein mehrstufiges Verdichtersystem, das den durch die Abwärme erzeugten Vakuumdampf auf ein nutzbares Druckniveau hebt. Mit einer thermischen Leistung von bis zu 50 Megawatt ist das Projekt die weltweit leistungsstärkste industrielle Wärmepumpe seiner Bauart. Es zeigt erstmals die technische und wirtschaftliche Skalierbarkeit dieser Technologie im großindustriellen Einsatz. Die erwartete Einsparung von bis zu 100.000 Tonnen CO₂ jährlich unterstreicht die enorme Klimawirkung.

CompriVap adressiert eine der größten Herausforderungen der Energiewende – die Dekarbonisierung von Prozesswärme – und entfaltet durch seine Übertragbarkeit auf zahlreiche Industrien einen erheblichen systemischen Hebel. GIG Karasek zeigt eindrucksvoll, wie innovative Technologien im Kerngeschäft zu skalierbaren Lösungen für eine klimaneutrale Industrie beitragen können.

Projektfotos

gabi faber wiener

Hon. Prof. (FH) Gabriele Faber-Wiener, MBA​

Leitung Center for Responsible Management
„Der TRIGOS ist der wichtigste Preis für Nachhaltigkeit und CSR in Österreich und gleichzeitig ein Spiegel. Er zeigt auf wo wir uns auf diesem wichtigen Weg befinden. Ich habe vor sechs Jahren die Kriterien und das Juryprocedere überarbeitet und leite seither die Jurierung.
Es ist für mich immer wieder inspirierend, mit klugen und reflektierten KollegInnen die Einreichungen zu diskutieren. Bei uns müssen sich alle einigen, wir haben kein Mehrheits-, sondern Konsensprinzip, und das geht nur mit Argumenten.
Das ist eine große Herausforderung, aber gleichzeitig die Quelle für die hohe Glaubwürdigkeit des TRIGOS. Diskurs ist auch für die Zukunft der Nachhaltigkeit essenziell, nicht nur beim TRIGOS. Wir brauchen mehr Reflexion, mehr Austausch auf Augenhöhe und weniger Beharren auf Standpunkten“
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