Aqua Revolution

Internationales Engagement
(2025)

Das Projekt „Aqua Revolution“ der Gis Aqua Austria GmbH trägt in Nordafrika zur nachhaltigen Wasserversorgung bei, indem es österreichisches Know-how mit lokaler Verankerung und starken Partnerschaften vor Ort verbindet. Durch die Einbindung regionaler Unternehmen, Fachkräfte und Behörden entstehen angepasste, langfristig tragfähige Lösungen, die technische Innovation mit sozialer Verantwortung verknüpfen. Dieser ganzheitliche Ansatz stärkt die regionale Wertschöpfung, fördert die Infrastruktur und gilt als Modell für nachhaltige internationale Zusammenarbeit.

Nominiertenbegründung

Die Gis Aqua Austria GmbH ist ein seit 111 Jahren bestehendes, familiengeführtes Unternehmen aus Niederösterreich, das im Bereich der Wasseraufbereitung tätig ist. Das Unternehmen realisiert Abwasser- und Trinkwasseraufbereitungsanlagen sowie Meerwasserentsalzungsanlagen und bietet Lösungen im Hochwasserschutz an – dies sowohl in Österreich als auch international, vor allem in Nordafrika. Ziel ist es dabei, sauberes Trinkwasser und funktionierende Abwasserlösungen möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Neben technischer Expertise setzt das Unternehmen auf die Ausbildung von Fachkräften sowie auf langfristige Kooperationen, um nachhaltige Perspektiven zu schaffen.

Ein wichtiger Schritt war 2016 die Übernahme eines Unternehmens in Tunesien, wodurch der Zugang zu Projekten in Nordafrika erleichtert wurde. In Regionen mit finanziellen und strukturellen Herausforderungen wie in Nordafrika trägt das Projekt „Aqua Revolution“ dazu bei, eine nachhaltige Wasserversorgung aufzubauen. Der Erfolg basiert auf dem Zusammenspiel von österreichischem Know-how, lokaler Verankerung und dem Vertrauen in kompetente Partner vor Ort. Durch die aktive Einbindung von lokalen Bauunternehmen, Elektrikern, Lieferanten und Behörden gelingt es, die Projekte an die Gegebenheiten anzupassen und langfristig tragfähig umzusetzen.

Es ist vor allem dieser ganzheitliche Ansatz, der das Projekt besonders macht. Technische Lösungen werden mit sozialer Verantwortung, mit Ausbildung und mit einem interkulturellem Verständnis verknüpft. Die enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern schafft regionale Wertschöpfung, stärkt die Infrastruktur und fördert nachhaltige Entwicklung. Das verleiht dem Projekt Modellcharakter für verantwortungsvolles Wirtschaften in internationaler Zusammenarbeit.

Projektfotos

gabi faber wiener

Hon. Prof. (FH) Gabriele Faber-Wiener, MBA​

Leitung Center for Responsible Management
„Der TRIGOS ist der wichtigste Preis für Nachhaltigkeit und CSR in Österreich und gleichzeitig ein Spiegel. Er zeigt auf wo wir uns auf diesem wichtigen Weg befinden. Ich habe vor sechs Jahren die Kriterien und das Juryprocedere überarbeitet und leite seither die Jurierung.
Es ist für mich immer wieder inspirierend, mit klugen und reflektierten KollegInnen die Einreichungen zu diskutieren. Bei uns müssen sich alle einigen, wir haben kein Mehrheits-, sondern Konsensprinzip, und das geht nur mit Argumenten.
Das ist eine große Herausforderung, aber gleichzeitig die Quelle für die hohe Glaubwürdigkeit des TRIGOS. Diskurs ist auch für die Zukunft der Nachhaltigkeit essenziell, nicht nur beim TRIGOS. Wir brauchen mehr Reflexion, mehr Austausch auf Augenhöhe und weniger Beharren auf Standpunkten“