Nominierte Unternehmen TRIGOS Tirol 2026

Der TRIGOS Tirol wird im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben und stellt verantwortungsvolles Unternehmertum sowie nachhaltiges Wirtschaften in den Mittelpunkt der regionalen Wirtschaft. Er eröffnet Tiroler Unternehmen die Chance, ihr Engagement sichtbar zu machen und mit innovativen Projekten ein starkes Zeichen zu setzen.

Nachfolgend präsentieren sich die für den TRIGOS Tirol nominierten Betriebe mit Einblicken in ihre Initiativen, ergänzt durch die Würdigung der Jury, die deren Qualität, Innovationsgeist und Wirkung hervorhebt.

Ergänzend dazu finden Sie eine Bildergalerie der regionalen Nominierungen 2026 in Tirol. Die Aufnahmen stehen unter Angabe des Copyrights für redaktionelle Zwecke zur Verfügung.

Das sind die für den TRIGOS Tirol 2026 nominierten Unternehmen im Überblick:

Kategorie Regionale Wertschaffung:
  – Altenwohnheim Kitzbühel GmbH
  – Sandoz GmbH
  – iDM Energiesysteme

Kategorie Vorbildliche Projekte:
  – Ernst Derfeser GmbH
  – Alpbach Tourismus GmbH – Congress Centrum Alpbach
  – Feld:schafft Genossenschaft

Kategorie Klimaschutz:
  – Ragg GmbH
  – Stanglwirt GmbH
  – AGEtech GmbH smart electric

KATEGORIE REGIONALE WERTSCHAFFUNG

Altenwohnheim Kitzbühel GmbH:
Vom Küchenprojekt zum regionalen Wertschöpfungsmodell

Die Altenwohnheim Kitzbühel GmbH erbringt Pflege- und Betreuungsleistungen für ältere Menschen und zählt zu den zentralen Versorgungseinrichtungen im Bezirk Kitzbühel. Im Rahmen seines Versorgungsauftrags erbringt das Altenwohnheim stationäre Pflegeleistungen im 24-Stunden-Betrieb und bereitet täglich rund 830 Mahlzeiten für Bewohner:innen, Mitarbeitende, Kinderabteilungen und externe Einrichtungen zu.

Im Zeitraum von 2020 bis 2025 wurde ein ursprünglich als Küchenprojekt gestarteter Veränderungsprozess zu einem umfassenden Modell regionaler Wertschöpfung weiterentwickelt. Zentrale Bausteine sind die konsequente Umstellung auf frisch zubereitete Speisen aus regionalen und biologischen Zutaten, der Aufbau von Direktpartnerschaften mit Lieferant:innen aus dem Bezirk, die systematische Reduktion von Lebensmittelabfällen sowie die Absicherung von Qualität und Herkunft von Lebensmitteln durch verschiedene Qualitätszertifikate. Das Altenwohnheim Kitzbühel verlässt dabei bewusst zentrale Einkaufsstrukturen und ersetzt marktgetriebene Beschaffung durch regionale Direktpartnerschaften. Beispielsweise stammen 100 % des eingesetzten Rindfleisches aus der Region, ebenso ein Großteil weiterer Lebensmittel und Dienstleistungen.

Mit der konsequenten Weiterentwicklung des bereits 2020 für den TRIGOS nominierten Projekts zu einem betriebsweiten Regionalmodell stärkt das Altenwohnheim Kitzbühel regionale Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und betriebliche Resilienz. Die zugrunde liegenden Prinzipien, wie die Lokalisierung von Lieferketten und die Reduktion von Outsourcing, sind unabhängig von Größe oder Standort anwendbar und zeigen, wie Pflegeeinrichtungen regionale Entwicklung aktiv mitgestalten können.

Sandoz GmbH:
Wie wird aus Tiroler Milch ein Rohstoff für die moderne Penicillinproduktion?

Sandoz entwickelt und produziert Antibiotika und trägt damit zur Versorgung und Stabilität von Gesundheitssystemen bei. Das Werk in Kundl ist die letzte große vollintegrierte Produktionsstätte von Penicillinen in Europa und produziert jährlich mehr als 200 Millionen Packungen für den globalen Markt. Vom Wirkstoff bis zur fertigen Tablette werden Antibiotika am Standort entwickelt und hergestellt. Dabei setzt Sandoz auf eine kontinuierliche Verbesserung der Prozesse, mit dem Ziel, Ressourcen effizienter zu nutzen, den CO₂-Fußabdruck zu reduzieren und Kreislaufwirtschaft zu stärken.

Im Rahmen des Projekts „Einsatz von Laktose-Permeat in der Penicillin-Fermentation“ wurde ein Teil des bislang eingesetzten Zuckers durch Laktose-Permeat ersetzt, ein regional verfügbares Nebenprodukt der Käseherstellung. Nach intensiver Forschungsarbeit kann heute rund ein Drittel des benötigten Zuckers durch Laktose-Permeat ersetzt werden. Dadurch werden Transportwege reduziert, regionale Stoffkreisläufe gestärkt und vorhandene Ressourcen effizienter genutzt. Die erforderliche Prozessadaption ermöglichte neben der Nutzung des alternativen Rohstoffs auch eine Reduktion des Wasserbedarfs sowie signifikante Energieeinsparungen.

Das Projekt stärkt die wirtschaftliche Zusammenarbeit regionaler Unternehmen, unterstützt die Kreislaufwirtschaft und trägt zu einer effizienteren Ressourcennutzung bei. Mit der Weiterentwicklung seines Kerngeschäfts stärkt Sandoz die Versorgungssicherheit und schafft resilientere Lieferketten sowie eine nachhaltigere industrielle Produktion. Die Bedeutung des Standorts Kundl wurde zuletzt während der Corona-Pandemie sichtbar. Sie zeigte, wie wichtig regionale und europäische Produktionskapazitäten für die sichere Versorgung mit essenziellen Arzneimitteln sind.

iDM Energiesysteme
WIRksam

iDM Energiesysteme entwickelt, produziert und vertreibt effiziente und regenerative Wärmeenergiesysteme. Das in dritter Generation familiengeführte Unternehmen ist Teil der PLETZER Gruppe und leistet einen aktiven Beitrag zur Reduzierung von CO₂-Emissionen und zur Bereitstellung emissionsarmer Wärmeversorgung. Neben dem zukunftsorientierten Kerngeschäft setzt iDM auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie auf die Förderung und Entwicklung seiner Mitarbeitenden.

Im Rahmen des Projekts „WIRksam“ bündelt iDM zahlreiche Maßnahmen und Initiativen, die auf die Stärkung der Region und die Attraktivität des Arbeits- und Lebensraums Osttirol abzielen. Angesichts der Herausforderungen einer peripheren Region und der Abwanderung von Fachkräften verfolgt das Unternehmen das Ziel, attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen und die Entwicklung seiner Beschäftigten aktiv zu fördern. Zu den umgesetzten Maßnahmen zählen unter anderem ein gemeinsam mit den Mitarbeitenden entwickeltes Zeitmodell mit 25 produktionsfreien Freitagen pro Jahr, die Einführung einer Lehrwerkstätte und neuer Lehrberufe, der Ausbau der Ferienbetreuung in Kooperation mit der Gemeinde Matrei, betriebliche Gesundheitsangebote sowie umfassende Aus- und Weiterbildungsprogramme.

iDM überzeugt durch die Verbindung von regionaler Verantwortung, familienfreundlichen Maßnahmen und kontinuierlicher Mitarbeiterentwicklung. Die vielfältigen Maßnahmen stärken die Attraktivität des Standorts Osttirol, fördern die Bindung von Fachkräften und leisten einen wichtigen Beitrag zur regionalen Entwicklung.

KATEGORIE VORBILDLICHE PROJEKTE

Ernst Derfeser GmbH:
Wasserkreislauf im Produktionsprozess

Die Ernst Derfeser GmbH ist ein mittelständisches Tiroler Familienunternehmen im Bauhilfsgewerbe, das seit fast 100 Jahren zur Versorgungssicherheit und Wertschöpfung in der Region beiträgt. Das Geschäftsmodell umfasst die Herstellung und Lieferung von Transportbetonen, die Kies- und Schottergewinnung, den Betrieb eigener Beton- und Mischanlagen sowie Abbrucharbeiten, Erdbewegungen und Containerdienste. Im Zeitraum 2023 bis 2026 hat das Unternehmen seine Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit systematisch vertieft, u.a. mit umfassender CO2-Bilanzierung inklusive Scope 3.

Das Projekt „Wasserkreislauf im Produktionsprozess“ schließt Wasser- und Stoffströme über zwei zentrale Anlagen. Die Kammerfilterpresse trennt Schlammwasser in Feststoffe und im Kreislauf gehaltenes Prozesswasser. Frischwasser wird nur für Verdunstungsverluste ergänzt. Das Recyclingbecken bereitet Waschwasser der Betonmischfahrzeuge mehrstufig auf, gewinnt Recyclingmaterial und führt das gereinigte Wasser erneut Wasch- und Produktionsprozessen zu. Damit wurden wasserintensive Produktionsprozesse in einen geschlossenen Kreislauf transformiert und kommunales Trinkwasser vollständig durch Eigenversorgung aus dem Tiefbrunnen ersetzt. Gleichzeitig werden Betriebssicherheit, Ressourceneffizienz und Produktionssicherung gestärkt.

Die Ernst Derfeser GmbH hat ein System entwickelt, das die Rückführung von Wasser und von Rohstoffen in den Produktionsprozess ermöglicht. Damit wird aus einem Entsorgungsstrom ein Rohstoffstrom. Gleichzeitig zeigt das Unternehmen ein ganzheitliches Verständnis von Nachhaltigkeit, das nicht auf Einzelmaßnahmen beschränkt bleibt, sondern als strategischer Transformationsprozess im Unternehmen verankert wird. Mit der konsequenten Weiterentwicklung des Kerngeschäfts, dem Aufbau belastbarer Daten- und Steuerungsgrundlagen sowie der Umsetzung struktureller Veränderungen adressiert die Ernst Derfeser GmbH zentrale Herausforderungen wie Ressourcensicherung, Klimaanpassung und langfristige Zukunftsfähigkeit.

Alpbach Tourismus GmbH - Congress Centrum Alpbach:
CCA Green Circle - Tools für messbare Nachhaltigkeit in der Eventbranche

Das Congress Centrum Alpbach (CCA) ist eine Veranstaltungslocation für Kongresse und Events mit bis zu 850 Teilnehmer:innen. Als Lizenznehmer des Umweltzeichen-Programms Green Meetings und Green Events sowie durch die Inhouse-Zertifizierung von Veranstaltungen übernimmt das Unternehmen eine Schlüsselfunktion an der Schnittstelle von Veranstaltungsmanagement und Nachhaltigkeit.

Das CCA hat seine bestehende Nachhaltigkeitsexpertise umfassend weiterentwickelt und in einem ganzheitlichen Beratungs- und Steuerungssystem gebündelt. Die dafür ergriffenen Maßnahmen enthalten das digitale Serviceportal Green Hub, Green Coaching Calls und eine digitalisierte Zertifizierungsmethodik. Ziel ist es, Nachhaltigkeit bei Veranstaltungen messbar und sichtbar zu machen. Durch die Entwicklung eines auf das CCA zugeschnittenen CO₂-Rechners können veranstaltungsbezogene Emissionen erstmals systematisch erhoben, analysiert und mit konkreten Maßnahmen verknüpft werden. Bereits nach wenigen Monaten wurden steigende Zahlen bei Green Coaching Calls und Green-Event-Zertifizierungen verzeichnet.

Mit der konsequenten Weiterentwicklung seines Kerngeschäfts zeigt das CCA, wie Nachhaltigkeit durch digitale Werkzeuge, strukturierte Beratung und niederschwellige Angebote wirksam in Veranstaltungen integriert werden kann. Der CCA Green Circle ist ein Vorbildprojekt, weil er ein reales Problem der Eventbranche überzeugend löst: Nachhaltigkeit wird aus der Ecke der Bürokratie geholt und in ein konkretes, attraktives und messbares Beratungs- und Steuerungssystem übersetzt.

Feld:schafft Genossenschaft
KreislaufKuBi

Die Feld:schafft Genossenschaft setzt sich für eine ressourcenschonende Wirtschaft und die Vermeidung von Lebensmittelabfällen ein. Sie verbindet Bildung, Landwirtschaft und Kulinarik entlang der ganzen Wertschöpfungskette. Ungenutzte Lebensmittel aus Landwirtschaft und Produktion werden für Caterings verarbeitet und wieder in den Umlauf gebracht. Ergänzend vermitteln Bildungsangebote am Weltacker Innsbruck sowie Workshops Wissen über Konsum, Ressourcen und Lebensmittelproduktion. Ziel ist es, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, regionale Kreisläufe zu stärken und ein gesellschaftliches Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln zu schaffen.

Das Projekt KreislaufKuBi verbindet mit dem Bildungsacker, feld:schule und feld:gemachtes/catering Bildung, Landwirtschaft und Kulinarik zu einem Kreislaufprojekt. Auf dem Acker beginnt die Wertschätzung, in der Küche wird sie gelebt. So wird der verantwortungsvolle Umgang mit Lebensmitteln und Ressourcen in allen Bereichen sichtbar. Durch Kooperationen mit Landwirtschaft und Handel konnten bereits große Mengen ungenutzter Lebensmittel einer weiteren Nutzung zugeführt werden. Gleichzeitig werden Schüler:innen, Familien und weitere Zielgruppen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln und Ressourcen sensibilisiert.

Die Feld:schafft Genossenschaft adressiert zentrale Herausforderungen wie Lebensmittelverschwendung, fehlenden Bezug zur Landwirtschaft und mangelndes Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln. Das Projekt zeigt, wie Bildung, Kulinarik und regionale Vernetzung systematisch zusammenwirken können, um echte Verhaltensänderungen anzustoßen.

KATEGORIE KLIMASCHUTZ

Ragg Gmbh:
Vom Schrott zum "Green Steel" - mit innovativster Absaugtechnologie

Die familiengeführte Ragg GmbH ist der größte Recyclingbetrieb Tirols und führt seit 1947 Altstoffe in den Wertstoffkreislauf zurück. Durch hochwertige Aufbereitung, modernste Technologien und ein starkes regionales Netzwerk trägt das Unternehmen aktiv zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Dazu zählen unter anderem der Transport von Schrott per Bahn, der Einsatz von PV-Anlagen, Wasserrecycling sowie Mitarbeiter-Shuttles.

Mit dem Projekt „Vom Schrott zum Green Steel“ setzt Ragg gezielt an den eigenen Shredder- und Aufbereitungsprozessen an. Herzstück ist eine neu entwickelte Absaug- und Filteranlage, die Nass- und Trockenabscheidung mit nachgeschalteter Ultrafiltration kombiniert und damit Schadstoffe wie Feinstaub, Schwermetalle, Dioxine und PCBs nahezu vollständig aus der Abluft entfernt. Die Staubemissionen konnten so auf unter 5 mg/m³, mit dem Ultrafilter sogar auf unter 0,5 mg/m³ gesenkt werden. Ziel war es, eine Lösung zu schaffen, die ökologische Wirkung und wirtschaftliche Effizienz vereint und sowohl die Mitarbeitenden als auch die Umwelt entsprechend schützt.

Das Projekt überzeugt durch seine hohe Wirksamkeit, die klare Datenlage und die gezielte Reduktion besonders kritischer Schadstoffe sowie durch seinen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Durch die Skalierbarkeit und Übertragbarkeit auf unterschiedliche Anlagen der Metallrecyclingbranche sowie verwandte Industrien setzt Ragg einen starken Impuls für die Weiterentwicklung industrieller Recyclingprozesse.

Stanglwirt GmbH
Stanglwirt Bio-Energie Kraftwerk

Der Stanglwirt ist ein biologischer Bauernhof und Fünf-Sterne Wellness-Luxushotel, das seit Jahrhunderten in Familienhand geführt wird. Das Unternehmen verbindet traditionelle Tiroler Gastlichkeit mit einem großen Angebot an Freizeit-, Sport- und Erholungsmöglichkeiten und legt großen Wert auf nachhaltiges Wirtschaften im laufenden Betrieb.

Vor diesem Hintergrund wurde mit dem Bio-Energie-Kraftwerk ein zukunftsweisendes Projekt zur umweltfreundlichen Energieversorgung umgesetzt. Als weltweit erste Holzvergaser-Anlage in einem Hotelbetrieb erzeugt sie aus regionalem, PEFC-zertifiziertem Hackgut und Schadholz in einem geschlossenen Kreislauf Strom, Wärme und Energie für die Brennstofftrocknung. Ziel war eine 100 %ige Nutzung der eingesetzten Ressourcen, um den CO₂-Fußabdruck des Hotels signifikant zu verringern und eine regionale Kreislaufwirtschaft zu etablieren.
Heute erfolgt die gesamte Wärmeversorgung zu 100 % aus regionalen, nachwachsenden Rohstoffen. Dadurch werden jährlich rund 5.000 Tonnen CO₂-Äquivalente eingespart. Gleichzeitig werden etwa 60 % des Strombedarfs selbst erzeugt, für den Rest wird 100% zertifizierter Ökostrom bezogen. Der gesamte Biomasseeinkauf ist PEFC-zertifiziert, der Vertrieb der Pflanzenkohle CERES-zertifiziert. Die produzierte Pflanzenkohle leistet zudem einen langfristigen Beitrag zur CO₂-Bindung und damit zur Verbesserung der Klimabilanz.

Das Projekt erzielt eine hohe und klar messbare Klimawirkung und setzt neue Maßstäbe für Energieversorgung im Tourismus. Der Stanglwirt macht damit deutlich, wie energieintensive Betriebe durch regionale, kreislaufbasierte Lösungen ihre Umweltwirkung signifikant verbessern können.

AGEtech GmbH smart electric:
Zukunftsenergie - Energiemanagement zum Gemeinwohl

Die AGEtech GmbH ist ein 2012 gegründetes Anlagen-, Gebäude- und Elektrotechnikunternehmen mit rund 50 Mitarbeitenden. Aufbauend auf umfassendem technischem Know-how und einem starken Innovationsanspruch entwickelt das Unternehmen neben seinem Kernsortiment von PV-Anlagen, Batteriespeichern und Wartung/Effizienzsteigerung auch neue Möglichkeiten des Energiemanagements. Mithilfe digitaler Analysetools werden Lastgänge ausgewertet, Lastspitzen reduziert und der Eigenverbrauch optimiert. Gleichzeitig ermöglicht das System die gezielte Nutzung selbst erzeugter Energie durch Speicherung und zeitversetzte Nutzung sowie die Einbindung von Energiegemeinschaften. Ziel ist es, bestehende Hemmschwellen bei der Teilnahme an Energiegemeinschaften abzubauen, Energieflüsse besser zu steuern und wirtschaftliche Vorteile für alle Beteiligten zu schaffen.

Das Projekt überzeugt vor allem durch seinen systemischen Ansatz: Es fokussiert nicht nur auf den Ausbau erneuerbarer Energie, sondern auf deren effiziente Nutzung und Verteilung. Teilnehmer:innen profitieren von geringeren Energiekosten, höherer Unabhängigkeit und einer aktiven Rolle in der Energiewende. Besonders hervorzuheben ist die starke Einbindung der beteiligten Akteur:innen sowie der konsequente Fokus auf gemeinschaftliche Lösungen im Sinne der Gemeinwohlorientierung. AGEtech zeigt damit, wie durch intelligente Steuerung, Beratung und Kooperation Energiesysteme effizient gestaltet und regional verankert werden können.

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gabi faber wiener

Hon. Prof. (FH) Gabriele Faber-Wiener, MBA​

Leitung Center for Responsible Management
„Der TRIGOS ist der wichtigste Preis für Nachhaltigkeit und CSR in Österreich und gleichzeitig ein Spiegel. Er zeigt auf wo wir uns auf diesem wichtigen Weg befinden. Ich habe vor sechs Jahren die Kriterien und das Juryprocedere überarbeitet und leite seither die Jurierung.
Es ist für mich immer wieder inspirierend, mit klugen und reflektierten KollegInnen die Einreichungen zu diskutieren. Bei uns müssen sich alle einigen, wir haben kein Mehrheits-, sondern Konsensprinzip, und das geht nur mit Argumenten.
Das ist eine große Herausforderung, aber gleichzeitig die Quelle für die hohe Glaubwürdigkeit des TRIGOS. Diskurs ist auch für die Zukunft der Nachhaltigkeit essenziell, nicht nur beim TRIGOS. Wir brauchen mehr Reflexion, mehr Austausch auf Augenhöhe und weniger Beharren auf Standpunkten“
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