Nachhaltige Mobilität und Kreislaufwirtschaft im Fahrradsektor – Ein internationales Bildungs- und Umweltprojekt

Internationales Engagement
(2025)

Re-cycling kombinierte Bildungsmaßnahmen mit öffentlichen Veranstaltungen, um Wissen über nachhaltige Fahrradnutzung und -reparatur zu vermitteln und für möglichst viele Personen zugänglich zu machen.

Um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, wurden Re-Cycling- Fahrradmessen in Nordmazedonien, Österreich, Italien und Frankreich organisiert. Besonders hervorzuheben ist die Messe in Leibnitz (Österreich) am 15. und 16. März 2024, die in Zusammenarbeit mit der Handelsakademie Leibnitz, dem KFV, der Polizei und Special Olympics stattfand. Mit über 300 Teilnehmenden und rund 15 Informationsständen zu Themen wie Verkehrssicherheit, Fahrradreparatur und nachhaltiger Mobilität bot die Messe ein vielseitiges Programm für Besucher*innen aller Altersgruppen.

Nominiertenbegründung

Madlencnik Mobility e.U. ist ein österreichisches Unternehmen, das in der Mobilitätsbildung tätig ist. Mit Radfahr-Kursen hat das Unternehmen im Jahr 2024 allein in Österreich über 60.000 Kinder erreicht. Über das Erasmus+ Programm ist Madlencnik Mobility zudem international tätig, und zwar in Rumänien, Ungarn, Deutschland, Italien, Nordmazedonien, Kroatien, Frankreich und Slowenien. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen nicht nur sicheres Verkehrsverhalten, sondern auch Wissen zu nachhaltiger Mobilität zu vermitteln.

Mit dem Projekt „Re-Cycling“ hat Madlencnik Mobility ein europaweites Bildungs- und Umweltprojekt ins Leben gerufen, das nachhaltige Mobilität mit den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft verbindet. Im Rahmen von Repair-Workshops, Bildungsformaten und Re-Cycling-Messen wurden gebrauchte Fahrräder instandgesetzt, Teile weiterverwertet und nicht mehr nutzbare Komponenten fachgerecht recycelt. Kinder und Jugendliche werden aktiv in die Prozesse eingebunden und lernen so den bewussten Umgang mit Ressourcen und die Vorteile nachhaltiger Mobilität kennen. So konnten über 1.000 junge Menschen erreicht werden. Die Teilnehmer:innen verbesserten ihr Fahrradwissen, verbunden mit einer Steigerung der Fahrradnutzung stieg in den Projektregionen.

„Re-Cycling“ überzeugt durch seine internationale Reichweite und die gelungene Kombination aus ökologischer Bildung, sozialem Engagement und praktischer Umsetzung. Das Projekt hat Potenzial zur Skalierung: Die entwickelten Schulungsmaterialien und das Impact-Tool lassen sich flexibel auf verschiedene Länder und Branchen übertragen und das Modell der Fahrrad-Messen an lokale Gegebenheiten anpassen.

Projektfotos

gabi faber wiener

Hon. Prof. (FH) Gabriele Faber-Wiener, MBA​

Leitung Center for Responsible Management
„Der TRIGOS ist der wichtigste Preis für Nachhaltigkeit und CSR in Österreich und gleichzeitig ein Spiegel. Er zeigt auf wo wir uns auf diesem wichtigen Weg befinden. Ich habe vor sechs Jahren die Kriterien und das Juryprocedere überarbeitet und leite seither die Jurierung.
Es ist für mich immer wieder inspirierend, mit klugen und reflektierten KollegInnen die Einreichungen zu diskutieren. Bei uns müssen sich alle einigen, wir haben kein Mehrheits-, sondern Konsensprinzip, und das geht nur mit Argumenten.
Das ist eine große Herausforderung, aber gleichzeitig die Quelle für die hohe Glaubwürdigkeit des TRIGOS. Diskurs ist auch für die Zukunft der Nachhaltigkeit essenziell, nicht nur beim TRIGOS. Wir brauchen mehr Reflexion, mehr Austausch auf Augenhöhe und weniger Beharren auf Standpunkten“