slow.food.lehre  

MitarbeiterInnen-Initiativen
(2025)

Die Slow Food Lehre ist eine innovative Ausbildung in Küche und Service, die seit 2023 handwerkliche Gastronomie mit nachhaltiger Lebensmittelverarbeitung und regionaler Wertschöpfung verbindet. Sie entstand aus dem Wunsch, dem Fachkräftemangel zu begegnen und Tourismus sowie Landwirtschaft sinnvoll zu vernetzen – mit den ersten Lehrabschlüssen ab 2026.

Nominiertenbegründung

Das Biohotel „der daberer“ ist ein Familienunternehmen in Kärnten, das seit 1928 besteht und sich seit 1978 auf nachhaltigen Tourismus spezialisiert hat. Das Kerngeschäft umfasst Unterkunft, Gastronomie und Wellness, wobei ausschließlich auf biologische Produkte gesetzt wird.

Aus Fachkräftemangel und der Erkenntnis des enormen Potentials in der Vernetzung von Tourismus und Landwirtschaft entstand die Motivation, eine Ausbildung zu schaffen, die Werte mit Fachkompetenz verbindet und gleichzeitig die Attraktivität der Lehre erhöht. Die daraus entstandene Slow Food Lehre vermittelt handwerkliche Fähigkeiten, ein tiefes Verständnis für Lebensmittelqualität sowie ökologisches und regionales Bewusstsein. 2023 haben die ersten Slow Food Lehrlinge die dreijährige duale Ausbildung in den Bereichen Küche und Service mit dem Fokus auf nachhaltige Lebensmittelverarbeitung, regionale Wertschöpfung und handwerkliche Gastronomie begonnen. Im Jahr 2026 wird es die ersten Lehrabschlüsse mit dieser Zusatzqualifikation geben.

Die Slow Food Lehre ist ein Modell mit hohem Übertragungspotenzial für andere Betriebe, andere Regionen und andere Branchen. Besonders in nachhaltigen Tourismusdestinationen oder Slow Food Travel Regionen kann das Konzept adaptiert werden.

Projektfotos

gabi faber wiener

Hon. Prof. (FH) Gabriele Faber-Wiener, MBA​

Leitung Center for Responsible Management
„Der TRIGOS ist der wichtigste Preis für Nachhaltigkeit und CSR in Österreich und gleichzeitig ein Spiegel. Er zeigt auf wo wir uns auf diesem wichtigen Weg befinden. Ich habe vor sechs Jahren die Kriterien und das Juryprocedere überarbeitet und leite seither die Jurierung.
Es ist für mich immer wieder inspirierend, mit klugen und reflektierten KollegInnen die Einreichungen zu diskutieren. Bei uns müssen sich alle einigen, wir haben kein Mehrheits-, sondern Konsensprinzip, und das geht nur mit Argumenten.
Das ist eine große Herausforderung, aber gleichzeitig die Quelle für die hohe Glaubwürdigkeit des TRIGOS. Diskurs ist auch für die Zukunft der Nachhaltigkeit essenziell, nicht nur beim TRIGOS. Wir brauchen mehr Reflexion, mehr Austausch auf Augenhöhe und weniger Beharren auf Standpunkten“