Das Unternehmen Philips Austria GmbH wurde mit dem Projekt „Closing the Loop- Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffproduktion bei Philips Klagenfurt“ in der Kategorie Klimaschutz für den TRIGOS Kärnten 2026 nominiert.
Weitersrollen zur Nominiertenbegründung.
Royal Philips ist ein global tätiges Medizintechnikunternehmen mit Schwerpunkten in den Bereichen Diagnosis & Treatment, Connected Care und Personal Health. Der Standort Klagenfurt zählt zu den wichtigsten europäischen Entwicklungs- und Fertigungszentren im Bereich Personal Health. Rund 230 Mitarbeitende entwickeln und produzieren hochpräzise Komponenten für Oral Healthcare sowie Grooming & Beauty und tragen damit zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden weltweit bei.
Mit dem Projekt „Closing the Loop“ setzt Philips am Standort Klagenfurt gezielt an der eigenen Kunststoffverarbeitung an, um Einsatz, Verbrauch und Abfall systematisch zu reduzieren und so die negativen Umweltauswirkungen wie CO2-Fußabdruck und Rohstoffverlust zu verringern. Neben der vollständigen Umstellung der Zahnbürstenproduktion auf biobasierte Kunststoffe wurden Produktionsprozesse so optimiert, dass Kunststoffabfälle sortenrein erfasst und wiederverwertet werden können. Ergänzend dazu wurden Logistikprozesse neu organisiert, Transportverpackungen in Kreisläufe integriert und technische Lösungen wie Schredder und eine eigens entwickelte Auftrennanlage implementiert. Diese trennt unterschiedliche Materialien, führt Kunststoffe direkt am Standort zurück in den Produktionskreislauf und verwertet Reststoffe weiter.
Das Projekt erzielt messbare ökologische und wirtschaftliche Wirkungen und zeigt, wie Kreislaufwirtschaft industriell umgesetzt werden kann. Besonders hervorzuheben ist die Innovationskraft in der Anwendung biobasierter Kunststoffe in hochpräzisen Bauteilen – einem in der Industrie bislang kaum etablierten und zugleich übertragbaren Ansatz. Durch Wiederverwertung, Rückführung von Materialien und optimierte Logistik werden jährlich mindestens 142 Tonnen CO₂ eingespart, während bis zu 85 % der Materialien aus fehlerhaften Bauteilen wiederverwendet werden können. Philips zeigt damit praxisnah, wie industrielle Produktion schrittweise in Richtung Kreislaufwirtschaft transformiert werden kann.