Dienstag 13. November 2018

Nominiertenbegründungen

TRIGOS Tirol 2018

 

 

Vorbildliche Projekte

 

 

Organoid Technologies GmbH

 

Die Organoid Technologies GmbH gestaltet organische Dekorbschichtungen auf unterschiedlichen Trägermaterialien innovativ und kreativ. So werden Pfefferminzstängel, Gänseblümchen und Kürbiskerne in Wandbeschichtungen und Akustikdecken eingearbeitet und bringen so die Natur ins Wohnzimmer. Das Unternehmen setzt sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette aktiv mit wirtschaftlicher Verantwortung auseinander. In der Produktion wird zu 100% Ökostrom bezogen und auf CO2-Neutralität geachtet. Eingesetzte Bindesmittel sind frei von Pflanzengiften, Weichmachern und Lösungsmitteln. Das ist gerade in der Möbel- und Innenausstattung eine willkommene Ausnahme. Die TRIGOS-Jury konnte mit dieser interessanten Kombination von Natur mit modernem Design sowie einer hohen MitarbeiterInnenzufriedenheit überzeugt werden.

 

 

MPREIS Warenvertriebs GmbH

 

MPREIS ist ein Tiroler Lebensmittelhändler mit 261 Standorten und hat seit jeher seinen Schwerpunkt auf Regionalität und die Unterstützung kleiner, lokaler Landwirte gesetzt. Mit dem eingereichten Projekt „BIO vom BERG Alpenhendl“ hat MPREIS weit über die eigenen Unternehmensgrenzen hinausgedacht. Bei einem Euregio-Workshop 2015 wurde das Thema „Bio-Hendl“ intensiv diskutiert. Die meisten bäuerlichen Betriebe in Tirol sind auf die Haltung von Kühen und auf Milchproduktion ausgerichtet – und das seit mehreren Generationen. Die Nachfrage von Kundinnen und Kunden nach Geflügel aus der Region in Bio-Qualität war schon länger bekannt, allerdings fehlte es an der Umsetzung. MPREIS hat das Thema aufgegriffen und konsequent gemeinsam mit der Familie Riml, die im Ötztal einen Bergbauernhof betreibt, umgesetzt.

 

 

Ragg GmbH

 

Die Ragg GmbH wurde 1947 als Schrotthandelsbetrieb gegründet und hat mit ihrem Kerngeschäft seit erster Stunde aktiven Umweltschutz betrieben. Heute bereitet das Unternehmen Abfälle aus Eisenschrott und Metalle aller Art auf und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Thema Energieeffizienz und Klimarelevanz. Durch die Aufbereitung und Bereitstellung von metallischen Altstoffen werden wertvolle Ressourcen geschont, die Freisetzung vieler schädlicher Substanzen verhindert und die unkontrollierte Ablagerung von Altfahrzeugen und –geräten vermieden. Kernstück der TRIGOS-Einreichung war eine NE-Aufbereitungsanlage, die seit 2017 betrieben wird und die Jury überzeugt hat. Die Post-Shredder-Anlage zielt darauf ab, aus dem geshredderten Vormaterial alle Nichteisenmetalle zu gewinnen. Aus dem Abfallstrom generierte Metalle sollen als Rohstoff an Metallschmelzwerke weitergegeben werden.

 

 

Regionale Wertschaffung

 

 

Walchseer Hof

 

Der Walchseer Hof konnte die Jury mit einer ehrlichen, kohärenten Einreichung überzeugen. 2009 wurde der Gasthof zu einem 4-Sterne-Hotel umgebaut und seitdem konsequent verantwortungsbewusst betrieben. Der Einstieg in nachhaltigen, sanften Tourismus hat dem Walchseer Hof nicht nur einen Vorteil gegenüber der sonst oft starken Saisonabhängigkeit der Hotelleriebranche verschafft, sondern sich auch positiv auf die Wertschöpfung in der Region ausgewirkt. Der Walchseer Hof kann mittlerweile auf ein gutes Netzwerk an regionalen AnbieterInnen von Bio-Lebensmitteln zurückgreifen. Durch die Verbindung von Wirtschaftlichkeit, einbindender Mitarbeiterführung, Regionalität mit Qualität, Weiterbildung für Umweltthemen und der modernen technischen Ausstattung des Hotels und der Verantwortung für die Umwelt ist die Nachhaltigkeit definitiv gegeben.

 

 

Kuenz Naturbrennerei GmbH

 

Das Kerngeschäft und somit die wichtigste und ertragsstärkste Einnahmequelle der Natur- und Edelbrennerei Kuenz GmbH sind über 40 verschiedene Sorten an Bränden und Likören sowie Gin und Whisky. Über 75% der Früchte und des Getreides für die Veredelung stammen aus Osttirol, über 95% der Rohstoffe für die Brennerei aus Österreich. Für den TRIGOS wurde ein neues Produkt eingereicht – ein Whisky, der die Region repräsentieren soll und dieser gleichzeitig einen Mehrwert liefern soll. In der Produktion wird eng mit 11 regionalen Partnern zusammengearbeitet, womit die Wertschöpfung in der Region bleibt und auch Transportwege möglichst kurz gehalten werden. Die Kuenz Naturbrennerei GmbH konnte die Jury mit der transparenten und offenen Einreichung eines soliden Produkts überzeugen, das regionale Wertschaffung auf den Punkt bringt.

 

 

MPREIS Warenvertriebs GmbH

 

MPREIS ist ein Tiroler Lebensmittelhändler mit 261 Standorten und hat seit jeher seinen Schwerpunkt auf Regionalität und die Unterstützung kleiner, lokaler Landwirte gesetzt. Das eingereichte Projekt „miniM“ leistet einen wertvollen, messbaren, positiven Beitrag zur Nahversorgung in Kleinstgemeinden am Land. Diese miniMs – kleine MPREIS-Märkte mit angeschlossenem Café - werden vielfach auf Wunsch und Drängen von Gemeinden oder BewohnerInnen kleiner Gemeinden in bestehenden, aufgelassenen Liegenschaften eingerichtet. Bestehende Handelsstrukturen werden in das Nahversorgungskonzept integriert, so wird zum Beispiel Brot aus der bestehenden Bäckerei im Ort zugekauft. Damit setzt MPREIS dem Trend der Konzentration und Abwanderung der Nahversorgung in ländlichen Gemeinden einen entscheidenden Schritt entgegen und leistet nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial einen wichtigen Beitrag in der Region.

 

 

Social Innovation & Future Challenges

 

 

Hollu Systemhygiene GmbH

 

Die hollu Systemhygiene GmbH produziert und liefert seit vielen Jahren Hygienelösungen für alle gewerblichen Anwender. Neben chemischen Reinigungsprodukten bietet das Unternehmen Hygienepapier, Reinigungshilfsmittel, Reinigungsmaschinen- und Geräte an. Dabei zeigt es seit vielen Jahren ein solides Engagement für verantwortungsvolles Wirtschaften. Trotz Wettbewerb auf den Märkten steht der Mensch kontinuierlich im Mittelpunkt des unternehmerischen Denkens und Handelns. In einem internen Prozess hat sich hollu nun intensiv mit den nachhaltigen Entwicklungszielen der UN (SDGs) auseinandergesetzt und einen strategischen Leitrahmen für zukünftige wirtschaftliche Aktivitäten entwickelt. Dabei wurden MitarbeiterInnen und Stakeholder von Beginn an miteinbezogen und für die Sache begeistert. Die TRIGOS-Jury ist überzeugt vom Potential des Prozesses und ist überzeugt davon, dass eine Replikation in andere Unternehmen und Branchen gelingen kann.

 

 

Holzbau Saurer GmbH & Co KG

 

Die Holzbau Saurer GmbH & Co KG zählt recourcenschonendes und energiesparendes Bauen zu ihrem Kerngeschäft. Durch den regionalen Ein- und Verkauf sind kurze Transportwege möglich. Damit wird CO2 eingespart, aber auch knapp 100 Arbeitsplätze in der Region gesichert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens – hohe Energieeffizienz, Energieautarkie – ist zukunftsweisend für die Branche. Die TRIGOS-Jury hat besonders die enge Zusammenarbeit des Unternehmens mit dem Hochschulsektor sowie die kontinuierliche Einbindung von MitarbeiterInnen, Lieferanten und Partnern in der Produktion und Produktentwicklung hervorgehoben. Die umgesetzten Projekte leisten einen erkennbaren nachhaltigen Beitrag und sorgen für ökonomische Stabilität, da sich Energieautarkie in vieler Hinsicht rechnet.

Träger
& Sponsoren
http://trigos.at/