Montag 25. Juni 2018

Nominiertenbegründungen TRIGOS 2018 - Regionale Wertschaffung

 

 

Energiegenossenschaft Donau-Böhmerwald eGen

 

Das Kerngeschäft der Energiegenossenschaft Donau-Böhmerwald eGen teilt sich in zwei Bereiche – einerseits Energieerzeugung mittels bürgerfinanzierter Photovoltaikanlagen, andererseits wurde mit dem MühlFerdl ein umweltfreundliches, regionales Carsharing-Angebot geschaffen. Beide Geschäftsbereiche sind regional verankert und werden durch intensive Einbindung von Gemeinden und BürgerInnen der Region weiterentwickelt. Die Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt sind unmittelbar erfahrbar und tragen wesentlich zur öffentlichen Bewusstseinsbildung in den Bereichen Energie und Mobilität bei. Die MühlFerdl-Fahrzeugflotte verfügt mittlerweile über 18 Fahrzeuge, die mit regionalem Ökostrom betrieben werden. Die Kombination des Sharing-Konzepts mit Elektrofahrzeugen wird von der Jury als ein zukunftsweisendes Projekt umweltverträglicher Fortbewegung im ländlichen Raum begrüßt.

 

 

MPREIS Warenvertriebs GmbH

 

MPREIS ist ein Tiroler Lebensmittelhändler mit 261 Standorten und hat seit jeher seinen Schwerpunkt auf Regionalität und die Unterstützung kleiner, lokaler LandwirtInnen gesetzt. Das eingereichte Projekt „miniM“ leistet einen wertvollen, messbaren, positiven Beitrag zur Nahversorgung in Kleinstgemeinden am Land. Diese miniMs – kleine MPREIS-Märkte mit angeschlossenem Café - werden vielfach auf Wunsch und Drängen von Gemeinden oder BewohnerInnen kleiner Gemeinden in bestehenden, aufgelassenen Liegenschaften eingerichtet. Bestehende Handelsstrukturen werden in das Nahversorgungskonzept integriert, so wird zum Beispiel Brot aus der bestehenden Bäckerei im Ort zugekauft. Damit setzt MPREIS dem Trend der Konzentration und Abwanderung der Nahversorgung in ländlichen Gemeinden einen entscheidenden Schritt entgegen und leistet nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial einen wichtigen Beitrag in der Region.

 

 

Herka GmbH

 

Der Waldviertler Traditionsbetrieb HERKA produziert qualitativ hochwertige Frottierwaren nach strengen Umweltstandards. Dabei wird wirtschaftliche Verantwortung in allen Bereichen des täglichen Tuns mitgedacht und gelebt. So wurde 2013 die frühere Heinisch-Färberei in Gmünd, die kurz vor der Schließung stand, mitsamt den 37 MitarbeiterInnen zugekauft. Seit 2017 sorgt eine Photovoltaikanlage am Betriebsgelände für 10% des Strombedarfs, womit gleich 23 Tonnen CO pro Jahr eingespart werden können. Aktuell liegt der Fokus auf einer Wiederaufbereitung der Garnabfälle. Die Jury hat mit der Herka GmbH ein Unternehmen ausgezeichnet, das in einer schwierigen Branche, nämlich der Textilbranche, auf Produktion in Österreich setzt, und dies auf vorbildlicher Art und Weise.

Träger
& Sponsoren
http://trigos.at/