Donnerstag 25. Mai 2017

Nominiertenbegründungen TRIGOS 2017 - Ganzheitliches CSR-Engagement: Großunternehmen

 

MPREIS Warenvertriebs GmbH

 

MPREIS ist ein Tiroler Lebensmittelhandel mit 261 Standorten in Tirol, Südtirol, Salzburg, Kärnten und Vorarlberg. Bei MPREIS werden vor allem regionale Produkte angeboten, wodurch Transportwege kurz gehalten werden und die Existenz vieler kleiner lokaler Landwirte gesichert wird. MPREIS pflegt partnerschaftliche Kooperationen mit mehr als 250 Tiroler Lieferanten. Sobald und solange heimisches Obst und Gemüse zur Verfügung steht, werden bei MPREIS ausschließlich lokale Produkte verkauft. Die große Auswahl an Bio-Produkten mit über 1.000 Artikeln wurde von der Jury besonders hervorgehoben. Greenpeace hat das Angebot bei MPREIS mit dem Bio-Testsieger 2017 gewürdigt. MPREIS legt großen Wert auf erneuerbare Energieversorgung und eine umweltbewusste Bauweise. Über 60 MPREIS Märkte kommen bereits ganz ohne fossile Brennstoffe aus und alle Filialen werden seit Jahren mit 100% Ökostrom aus Tiroler Kleinwasserkraftwerken versorgt. Mit ArbeitnehmerInnen aus über 61 Nationen engagiert sich MPREIS für kulturelle Vielfalt und wurde für diese vorbildliche Integration mit dem „Sozialpreis 2016“ ausgezeichnet. Die betriebliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern zeigt sich durch 80% weibliche Führungskräfte.

 

Rexel Austria GmbH

 

Rexel ist ein marktführendes Großhandels- und Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Elektrotechnik und entwickelt innovative Dienstleistungen und Produktlösungen zur intelligenten Nutzung von Energie. Nachhaltigkeit ist somit zentral für das Kerngeschäft von Rexel und wird auch im Bereich der Lieferkette mitgedacht. CSR- und Qualitätsanforderungen sind fester Bestandteil von Verträgen mit Lieferanten und Dienstleistern. Zentral ist für Rexel auch die Verbesserung der Umweltleistung der eigenen Standorte. Die Energie wird aus zertifiziertem Ökostrom und eigenen Photovoltaik-Anlagen bezogen, es gibt öffentliche E-Ladesäulen an allen Standorten und der Fuhrpark beinhaltet einen Pool an E-Fahrzeugen. Die Integrations- und Inklusionsmaßnahmen von Rexel beeindruckten die Jury besonders. Das Unternehmen arbeitet mit refugees work, einer Online Job-Plattform für geflüchtete Menschen, zusammen und stellt gezielt Langzeitarbeitslose und Personen über 50 Jahren an. In Kooperation mit der Caritas unterstützt Rexel auch von Energiearmut betroffene Haushalte und stellt energieeffiziente Elektrogeräte zur Verfügung.

 

Saubermacher Dienstleistungs AG

 

Saubermacher ist Komplettanbieter für die Sammlung, Verwertung bzw. Entsorgung von gefährlichen u. nicht gefährlichen Abfällen. Dem steigenden Müllaufkommen und der sinkenden Mülltrennmoral wirkt das Unternehmen mit einer verstärkten "Umwelterziehung" entgegen - Kunden werden bei der Verbesserung ihrer Umweltperformance beraten. Seit 2016 ist ein Mobile Order Management System (MOM) zur Optimierung der Routen im Einsatz, das dazu beiträgt, dass 15 % Treibstoff pro Jahr und rund 6000 Tonnen CO2 jährlich gespart werden. Neben der Verstärkung der Beratungsleistung wurden seit 2016 außerdem rund 70.000 Tonnen Deponievolumen eingespart. Seit dem Frühjahr 2016 wird die Abwärme der VOEST als Fernwärmebeheizung für den Standort Trofaiach genutzt; weiters wurde eine neue EAG-Aufbereitungsanlage in Betrieb genommen. Neben dem Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung wurde Saubermacher 2016 durch das berufundfamilie Audit zertifiziert; durch den Verein Helping Hands konnte 2016 50 MitarbeiterInnen geholfen werden. Die Jury zeigt sich beeindruckt von den kontinuierlichen Weiterentwicklungen im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens.

 

Spa Therme Blumau Betriebs GmbH

 

Als Hotel und Therme wird Rogner Bad Blumau werteorientiert geführt und Nachhaltigkeit im Gefüge von Mensch, Natur und Wirtschaft gesehen. "Ein Leben im Einklang mit der Natur" steht als Philosophie des Unternehmens im Zentrum. Die Jury hebt besonders den Zugang des Unternehmens hinsichtlich der angebotenen Speisen hervor: Regionalität spielt in der Lebensmittel-Lieferkette eine wichtige Rolle; eine hauseigene Landwirtschaft und Bio-Bauern sensibilisieren die Gäste für wertvolle und hochwertige Lebensmittel. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird durch einen kostenlosen Kindergarten, flexible Arbeitszeitmodelle und laufende Kommunikation während der Karenzzeit verbessert. Die Nutzung einer geothermischen Anlagenbeheizung seit dem Jahr 2000 sowie eine Kooperation mit Arche Noah, in deren Rahmen über 100 artengeschützte Baumsorten gepflanzt werden, bilden die vielseitigen Maßnahmen im Sinne des ökologischen Engagements der Spa Therme Blumau ab.

 

Umdasch Group AG

 

Die Umdasch Foundation, eine Initiative der Umdasch Group, setzt sich weltweit für Bildungs- und Chancengleichheit ein und möchte Kindern und Jugendlichen, etwa mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Milieus, eine Vision von einem selbstbestimmten Leben geben und die Chancen dazu erhöhen. Denn die Umdasch Foundation ist davon überzeugt, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn alle Menschen die gleichen Chancen auf Bildung hätten. Eine gute Basisausbildung und eine Spezialisierung, die den Interessen und Begabungen entspricht – darin sieht die Umdasch Foundation ihre Verantwortung für die Gesellschaft und dort liegt auch der Schlüssel für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit als Unternehmen. Dazu werden einerseits Projekte in den Unternehmen der Umdasch Group -  Doka Group, Doka Ventures und Umdasch Shopfitting Group – unterstützt und andererseits auch Initiativen, die sich weltweit mit den Themen Bildung und Wissensvermittlung beschäftigen. Beispiele für das Engagement der Foundation gibt es viele. Hervorgehoben sei hier etwa der Einsatz für die Integration von Flüchtlingen: Seit 2016 bauen 600 Asylwerber im Haus Erdberg in Wien Möbel aus Doka Dreischichtplatten und erhalten dadurch eine Perspektive. Innerhalb der Unternehmen der Umdasch Group wurde mit der Umdasch Academy ein Bildungsportal geschaffen, deren 600 Kurse jährlich von rund 2.000 Beschäftigten genutzt werden. Ergänzt wird das Angebot um die Gesundheitsinitiative VITAL, mit der die körperliche und seelische Gesundheit der Mitarbeiter verbessert werden soll.

 

Vetropack Austria GmbH

 

Vetropack Austria ist Österreichs führender Hersteller von Verpackungsglas und betreibt Glasrecyclinganlagen, in denen Altglas als wichtigster Rohstoff für die Produktion von Neuglas aufbereitet wird. Die Jury beeindruckte der geschlossene Materialkreislauf wodurch das Unternehmen einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz, der Ressourcenschonung sowie zur Verringerung von CO2 Emissionen und Deponiemengen leistet. Der Einsatz von Altglas in der Produktion bringt eine jährliche Einsparung, die dem Gasverbrauch von 3.300 Reihenhäusern entspricht. Des Weiteren konnte Vetropack 2016 durch die Verwendung von Leichtglastechnologie Energieeinsparungen in der Höhe von 18.300 Tonnen CO2 Äquivalenten erzielen. Im Bereich Arbeitsplatz bietet das Unternehmen seinen MitarbeiterInnen eine umfassende, betriebliche Gesundheitsvorsorge mit regelmäßigen Gesundheitstagen an. Vetropack nimmt auch seine gesellschaftliche Verantwortung ernst und schafft durch das Ausbildungszentrum im Werk Pöchlarn Arbeitsplätze in der Region.

Träger
& Sponsoren
http://trigos.at/