Samstag 16. Dezember 2017

Nominiertenbegründungen TRIGOS 2017 - Ganzheitliches CSR-Engagement: Mittlere Unternehmen

 

ADAMAH Biohof

 

Der Ersteinreicher Adamah lebt Nachhaltigkeit in seinem Kerngeschäft. Mit dem ADAMAH BioKistl werden 100% Bioprodukte im Großraum Wien zu KundInnen nach Hause, ins Büro, Kindergärten und Schulen geliefert. Großes Augenmerk liegt dabei auf dem hohen Anteil an regionalen und saisonalen Produkten. Rund 30% der Bioprodukte kommen aus der hauseigenen Biolandwirtschaft. Adamah führt biozertifizierte „Bioprodukte mit Biographie“, also Produkte, wo ProduzentIn und Betrieb dem Hof bekannt sind. Die von ihnen gewünschten Kriterien (soziale Strukturen, Mitarbeiterumgang, 100% Fairtrade wenn möglich) werden erfüllt. Regionalität ist dabei ein wesentliches Auswahlkriterium, Flugware wird ausgeschlossen. Wichtig ist dem Betrieb auch der soziale Aspekt, z.B. beim Kooperationsbetrieb WUK Biopflanzen, wo Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt integriert werden. Zur Auslieferung der Produkte setzt der Adamah Biohof auf eine umweltfreundliche Logistik und fährt jede Adresse nur einmal wöchentlich an. CO2-Emissionen werden kompensiert und so Klimaschutzprojekte unterstützt. Soziales Engagement zeigt das Unternehmen beispielsweise dann, wenn KundInnen im Sommer aufgefordert werden, während ihres Urlaubs ihr BioKistl an die Team Österreich Tafel zu spenden – 2016 wurden 5,5 Tonnen Obst & Gemüse gespendet. Die Jury beeindruckte das umfassende Engagement und die Authentizität, mit der Adamah nachhaltig wirtschaftet.

 

Fahnen-Gärtner GmbH

 

Das Kerngeschäft von Fahnen-Gärtner liegt in der Erzeugung von qualitativ hochwertigen Werbeprodukten (Fahnen, Flaggen, Rollups, Dekobanner, etc.) mittels Siebdruck bzw. Digitaldruck. Nachhaltigkeit ist bei Fahnen-Gärtner fest in der Firmenvision verankert und wird MitarbeiterInnen in Schulungen sowie über die Führungskräfte näher gebracht. Das Unternehmen konnte die Jury durch seine regionale Lieferkette sowie die Herstellung von langlebigen Produkten nach dem Motto „Qualität spart Geld“ überzeugen. Durch die Einführung der qualitativ hochwertigen „Powerflag“ konnte Fahnen-Gärtner eine doppelte Produkthaltbarkeit im Vergleich zum marktüblichen Standard erreichen. Dies bedingt eine CO2 Ersparnis von ca. 1,45 kg/m2 Fahnenstoff in der Produktion und eine Ressourcenschonung. Ein besonderer Fokus liegt auf der sozialen Verantwortung des Unternehmens. Das Unternehmen unterstützt seine MitarbeiterInnen mit einem firmeninternen „Xundheitsfonds“, einem eigenen Betriebskindergarten sowie flexiblen Arbeitszeiten speziell für Mütter. Des Weiteren machen Wandertage, Rodeln und Radausflüge mit Familien den Betrieb als familienfreundlichen Arbeitgeber attraktiv. Fahnen-Gärtner beschäftigt auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen und geflüchtete Menschen.

 

Gugler GmbH

 

Der Vorjahresgewinner Gugler gilt als Pionier in der ökologischen Produktentwicklung und hat als erste Druckerei CradletoCradle Certified™ Druckprodukte angeboten. Dieser Weg wird mit der Eröffnung des ersten C2C inspirierten Produktionsgebäudes weitergegangen und auf eine neue Ebene gehoben. Das nach intensiver Planung eröffnete „Haus der Zukunft“ ist ein Plusenergiegebäude und besteht zu 40% aus recyclierten Materialien. Die Komponenten des Gebäudes lassen sich in der „End of Life“ Phase bis zu 95% wieder zurückgewinnen. Die Gebäudedämmung besteht aus Papierabfällen und alte Druckplatten dienen als Außenverblechung. Durch energieeffiziente Maschinen, Wärmerückkoppelung und verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen wird in dem Gebäude gleichzeitig die Philosophie von Gugler zum Ausdruck gebracht.Im firmeneigenen Garten werden durch Brutkästen und Insektenhotels die Artenvielfalt und Biodiversität gefördert. Um die Print the Change – Community (PtC) in Europa weiterwachsen zu lassen und neue Partner innerhalb der EU zu finden werden europaweit Seminare veranstaltet, um Know-How und die Visionen an Interessenten weiterzugeben.

 

IMC Fachhochschule Krems

 

Die IMC Fachhochschule Krems bietet Vollzeit- wie auch berufsbegleitend 27 Studiengänge in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Gesundheitswissenschaften und Life Sciences an. Die Bildungseinrichtung hat die aktive und reflektierte Wahrnehmung von gesellschaftlicher und ökologischer Nachhaltigkeit strategisch in ihrem Gesamtportfolio festgeschrieben. Als wichtigste Maßnahme im Bereich der Lehre gilt die Verankerung des Themas Nachhaltigkeit in allen neu zugelassenen bzw. überarbeiteten Studiengängen. Die IMC Krems setzt damit ein wichtiges Zeichen, um bereits jungen Menschen Nachhaltigkeit zu vermitteln und konnte mit dieser Signal- und Breitenwirkung die Jury überzeugen. Auch im Bereich der Forschung wird die Integration von Nachhaltigkeit, etwa durch die Ausrichtung von Forschungskongressen zum Thema Verantwortung und CSR vorangetrieben. Die Fachhochschule bietet ihren MitarbeiterInnen Gesundheitsangebote, eine Kinderbetreuungseinrichtung sowie ein effektives Karenzmanagement, welches sich in einer 100 % Wiedereinstiegsquote niederschlägt. Des Weiteren ist sie Initiator der ersten Jugenduniversität Niederösterreichs, um Kindern aus allen Gesellschaftsschichten einen Einblick in die Welt der Wissenschaft zu ermöglichen. Seit 2016 ist die IMC Krems mit dem Österreichischen Umweltzeichen für Tagungs- und Eventlokalitäten zertifiziert und hat auch das interne Projekt „Nachhaltige Beschaffung“ mit dem Ziel, soziale und ökologische Kriterien im Beschaffungsprozess zu verankern, gestartet.

 

MAM Babyartikel GmbH

 

Das Familienunternehmen MAM entwickelt, produziert und vertreibt hochwertige Babyprodukte. Um Umweltauswirkungen so gering wie möglich zu halten hat MAM eine Babyflasche entwickelt die in nur 3 Minuten in der Mikrowelle keimfrei gemacht werden kann und damit bis zu 85 Prozent Energie(kosten) spart. Integrierte Managementsysteme der Zulieferer und der für alle Lieferanten verbindliche MAM Lieferantenkodex garantieren zusätzlich höchste Qualität und Ressourcenschonung entlang der Lieferkette. Die Gesundheit von Babys hat oberste Priorität für MAM, daher werden alle Produkte, die in den Mund genommen werden aus lebensmittelechten Rohstoffen hergestellt und sind frei von BPA, BPS, PVC und Phtalaten. Die enge Stakeholder-Einbindung (Eltern, medizinische ExpertInnen, die Wissenschaft, Lieferanten und Mitarbeiter) bei der Entwicklung und Verbesserung von Produkten wurde von der Jury besonders hervorgehoben. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist MAM mit einem Frauenanteil von 74 % ein weiteres wichtiges Anliegen. Durch ein effektives Karenzmanagement, kostenlose Benefits für die MitarbeiterInnen (Yoga, Massagen, betriebsinterner Kindergarten, etc.) sowie die Möglichkeit für Teilzeit in Führungspositionen verzeichnet MAM eine 100 % Rückkehrquote aus der Karenz. und eine geringe Fluktuation. Seine gesellschaftliche Verantwortung nimmt MAM unter anderem durch Corporate Volunteering Projekte war. 2016 versammelten sich MAM-MitarbeiterInnen in Baden und bauten einen Spielplatz für geflüchtete Kinder.

 

Österreichischer Wirtschaftsverlag/Medizin Medien Austria

 

Der österreichische Wirtschaftsverlag ist Österreichs größter B2B-Verlag. Parallel dazu betreibt das Unternehmen auch Internetportale, E-Mail-Newsletterdienste und veranstaltet Kongresse und Events. Nachhaltigkeit ist im Kerngeschäft des Verlags fest verankert und wird über die gesamte Produktpalette vorangetrieben. Ziel ist der Transport des Themas Nachhaltigkeit direkt zu den EntscheidungsträgerInnen in der Wirtschaft. Die Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung für den CSR-Bereich sowie die Breitenwirkung - mehr als 700 Beiträge zu CSR bzw. Nachhaltigkeit pro Jahr - wurden von der Jury als besonders positiv bewertet. 2016 hat der Verlag die Kampagne „CO2 neutral werben“ gestartet. Durch Energiesparmaßnahmen, Zusammenarbeit mit Druckpartnern, der Post und dem Kauf von Zertifikaten können nun alle Druckwerke CO2-neutral hergestellt und versendet werden. Seine Verantwortung gegenüber den MitarbeiterInnen nimmt der Verlag durch Gesundheitsangebote, gesunde Ernährung sowie Schulungen zum Thema Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Journalismus wahr. Im Bereich Gesellschaft engagiert sich der Verlag vor allem in der Flüchtlingshilfe und hat auf eigene Kosten eine Informationsbroschüre herausgegeben, die alle relevanten medizinischen und rechtlichen Informationen für ÄrztInnen im Freiwilligeneinsatz bündelt. Bereits seit 2015 ist der Bürobetrieb des Verlags CO2 neutral, zusammen mit sämtlichen Druckwerken und Veranstaltungen können dadurch jährlich mehr als 1.000 t CO2 kompensiert werden.

Träger
& Sponsoren
http://trigos.at/