Thursday 2. September 2010
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Nominierte Projekte 2010

 

Die Nominierungen für den TRIGOS 2010 sind nach Kategorie, Unternehmensgröße und Alphabet geordnet.

Zur Ansicht der Begründungen für die Nominierungen klicken Sie bitte auf die Überschriften der jeweiligen Kategorie.

 

Hier finden Sie die Videoclips der nominierten Projekte.

 

Arbeitsplatz

 

Unternehmen Projekttitel

Unternehmens-

größe

Fundermax GmbH
Einführung eines Arbeitssicherheits- und Legal Compliance Managementsystems
groß
Generali Versicherung AG
Nullkommanull- Alkoholprävention am Arbeitsplatz groß
Dorfinstallateur rundumgsund- betriebliche Gesundheitsförderung
mittel
Mondi Bags Austria GmbH,
Mondi Coating Zeltweg GmbH, Napiag Kunststoffverarbeitung GmbH
Gesundheitsprogramm Zeltweg
mittel
Spörker GmbH
McStart

mittel

ÖKOTECH Produktionsgesellschaft für Umwelttechnik mbH Integrative Kollektorproduktion
klein

 

Gesellschaft

 

 

Unternehmen Projekttitel

Unternehmens-

größe

EVN AG Stolipinovo- Fallbeispiel Stakeholderdialog
groß

Infineon Technologies Austria AG

LAM Research AG

Carinthian International Club- Kärntner Netzwerk zur besseren Integration von AusländerInnen groß
MAM Babyartikel GmbH Mobile gynäkologische Kliniken für Nepals Frauen
groß
Mondi AG Integration durch Bildung
groß
Zotter Schokoladenmanufaktur Kakao statt Kokain
mittel
Faircheck Schadensservice GmbH
Weiterfairwertung von aus dem Wirtschaftskreislauf ausgeschiedener Gegenstände klein

 

Markt

 

Unternehmen Projekttitel

Unternehmens-

größe

Sonnenkraft Vertriebs GmbH
Sonnenkraft solar-aktivhaus
mittel
VBV Vorsorgekasse AG
Nachhaltige Veranlagung für alle Berufstätigen
mittel
Göttin des Glücks
Ökofaires Modedesign aus Österreich
klein

RINGANA GmbH

Frischekosmetik echt nachhaltig
klein
Sauper Umweltdatentechnik GmbH
Smart Energy Management as Service
klein
software-systems.at EDA- Eine neue Kennziffer für Neuorientierung in der Veranlagung
klein

 

Ökologie

 

Unternehmen Projekttitel

Unternehmens-

größe

Siemens AG Österreich Energieeffiziente Gebäudetechnik am Beispiel Siemens City groß
1. Obermurtaler Brauereigenossenschaft in Murau Bierige Nachhaltigkeit mittel
Heuberger Eloxieranstalt GmbH Optimierter Ressourceneinsatz mit der ZWERMEG-Methode mittel
BioBag Kompostierbare Schulmich-/Joghurt Becher klein
Herbsthofer Malerei Wir malen und dämmen CO2-neutral, 1.vollständig klimaneutraler Malereibetrieb klein

 

Sonderpreis "Maßnahmen gegen Armut und soziale Benachteiligung"

 

Unternehmen Projekttitel

Unternehmens-

größe

BAWAG P.S.K.
Das Neue Chance Konto
groß
Die Zweite Sparkasse
Die zweite Wiener Vereins-Sparcasse
groß
EVN AG
Stolipinovo- Fallbeispiel Stakeholderdialog
groß
Mondi AG
Integration durch Bildung
groß
Verbund (Österr. Elektrizitätswirtschafts AG)
Verbund Stromhilfe Fonds der Caritas
groß

 

Nominiertenbegründungen 2010- Kategorie Arbeitsplatz

Die Unternehmen sind in alphabetischer Reihenfolge sortiert.

 

DorfInstallateur
rundumgsund - Betriebliche Gesundheitsförderung
Das eingereichte Projekt beschreibt konsequente Investitionen in die betriebliche Gesundheitsförderung und die persönliche Weiterbildung der MitarbeiterInnen. Gelebte Qualitätssicherung durch MitarbeiterInnen, welche die Arbeit kompetent und mit viel Engagement, Gesundheit und Freude erledigen, wurde als Ziel definiert und auch erreicht.
Das Projekt “rundumgsund- Betriebliche Gesundheitsförderung“ zeichnet sich durch Ganzheitlichkeit  aus: So wurden sowohl  Anforderungen und Belastung der MitarbeiterInnen, die vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen sowie sozialer Rückhalt in der Konzeption thematisiert und beachtet. Die gesetzten Maßnahmen sind in viele Bereiche des täglichen Arbeitens eingebunden und werden auch von der Unternehmensführung forciert.

 

FunderMax GmbH
Einführung eines Arbeitssicherheits- und Legal Compliance Managementsystems
Mit diesem Projekt, das vor allem durch stichhaltige Ergebnisse beeindruckt, konnte FunderMax den größtmöglichen Nutzen für das eigene Unternehmen erreichen: Neben einer Reduktion der Arbeitsunfälle um 65% und der Prüfung von 4.500 behördlichen Auflagen konnte die Sicherheit der MitarbeiterInnen erhöht und das Vertrauen von Kunden und Anrainern ins Unternehmen gestärkt werden. Alle Führungskräfte waren vorbildhaft in das Projekt integriert, was eine nachhaltige Verankerung von CSR in sämtlichen Abteilungen des Unternehmens sicherstellt. FunderMax ist darüber hinaus auch im Umweltbereich engagiert, was erkennen lässt, dass das Unternehmen seine Verantwortung ganzheitlich wahrnimmt.

 

Generali Versicherung AG
Nullkommanull - Alkohol-Prävention am Arbeitsplatz
Die Generali widmet der Alkohol-Prävention am Arbeitsplatz hohe Aufmerksamkeit. Gemeinsam mit dem Anton Proksch Institut in Kalksburg wurde ein Präventionsprogramm entwickelt.
Das Problem des Alkoholismus am Arbeitsplatz ist ein österreichweites und branchenübergreifendes. Dass die Generali Versicherung dieses Problem aufgreift, professionell und umfassend behandelt und damit an die Öffentlichkeit geht, zeugt von ausführlichem Verantwortungsbewusstsein und Mut. Im gesamtunternehmerischen Engagement  ist die Einrichtung einer Compliance-Stelle besonders hervorhebenswert, ebenso wie die Bemühungen in der Aus- und Weiterbildung für MitarbeiterInnen.

 

Mondi Bags Austria GmbH, Mondi Coating Zeltweg GmbH, Napiag Kunststoffverarbeitung GmbH
Gesundheitsprogramm Zeltweg
Durch das unternehmensübergreifende Gesundheitsprojekt der drei Mondi-Unternehmen am Standort Zeltweg wurden im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie geeignete Maßnahmen zur Reduktion von Stress und Rückenproblemen der MitarbeiterInnen identifiziert, welche nun langfristig in den Arbeitsalltag integriert werden.
Das Gemeinschaftsprojekt der drei Unternehmen besticht nicht nur durch die Professionalität des Rückengesundheitsprogramms, von der Konzeption bis hin zur regelmäßigen Erfolgskontrolle, sondern auch durch die Rücksichtnahme auf Schicht-Arbeitsmodelle der betroffenen MitarbeiterInnen.

 

ÖKOTECH Produktionsgesellschaft für Umwelttechnik mbH
Integrative Kollektorproduktion
Das Projektziel ist die Normalisierung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung durch berufliche Qualifizierung und Bereitstellung eines vollversicherten und kollektivvertraglich geregelten Dauerarbeitsverhältnisses. Dies ermöglicht die soziale und berufliche Integration der MitarbeiterInnen. Die über 16-jährige Laufzeit des Projektes sowie der hohe Prozentsatz an MitarbeiterInnen mit körperlicher oder geistiger Behinderungen, nämlich 50%, unterstreichen die Vorreiterrolle des Unternehmens ebenso wie die starke Verankerung des Nachhaltigkeitsgedankens  im Firmenleitbild und Produktportfolio.

 

Spörker GmbH
McStart
McStart ist eine Initiative der Spörker GmbH gemeinsam mit der McDonald‘s Franchise GmbH und der Volkshilfe-Jobfabrik, die lernbehinderten und entwicklungsverzögerten Jugendlichen den Berufseinstieg in der Systemgastronomie ermöglicht.
Das Besondere an diesem Projekt ist, dass laufend acht Jugendliche ein Jahr als Trainee-Arbeitskräfte in verschiedenen Bereichen der McDonald‘s-Gastronomie verbringen können. Diese bekommen dadurch nicht nur eine breitgefächerte Ausbildung, die Sie zu einem selbstständigen Berufsleben qualifiziert, sondern auch fixe Anstellungen im Anschluss daran. Die Unternehmensführung legt zudem großen Wert auf die umfassende Betreuung seiner MitarbeiterInnen in allen Lebenslagen.

Nominiertenbegründungen 2010 - Kategorie Gesellschaft

Die Unternehmen sind in alphabetischer Reihenfolge sortiert.

 

EVN AG

Stolipinovo - Fallbeispiel Stakeholderdialog

Durch die Einführung von europäischen Standards der Stromversorgung konnte die EVN die Grundbedürfnisse einer Romasiedlung in Bulgarien decken und dadurch zur Armutsbekämpfung beitragen. Das Projekt ist ein Vorzeigebeispiel für gelungene Stakeholdereinbindung: Durch intensiven Dialog mit der ansässigen Bevölkerung und Einbindung lokaler NGOs konnte die Infrastruktur erneuert, der Energieverbrauch reduziert und gleichzeitig die Zahlungsmoral verbessert werden. Während die BewohnerInnen der Roma-Siedlung von einer besseren Energieversorgung und kostenlosen Schulungen zum Energiesparen profitieren, konnte die EVN die Zahlungsrate von 3 auf 85% erhöhen. Das Projekt stellt somit eine vorbildliche Maßnahme zur Armutsbekämpfung dar und verknüpft gleichzeitig das Kerngeschäft des Unternehmens mit seiner gesellschaftlichen Verantwortung.

 

faircheck Schadensservice GmbH
Weiterfairwertung von aus dem Wirtschaftskreislauf ausgeschiedenen Gegenstände
Faircheck Schadensservice übergibt defekte Elektrogeräte an Ausbildungsstätten für Langzeitarbeitslose zur Reparatur um diese anschließend an sozial Bedürftige weiterzugeben. Das Kleinunternehmen stiftet mit diesem Projekt sowohl der Umwelt als auch der Gesellschaft einen Nutzen. Defekte Geräte müssen nicht mehr entsorgt werden und sozial benachteiligte Menschen können günstig Elektrogeräte erwerben. Faircheck Schadensservice verbindet so sein Kerngeschäft eng mit gesellschaftlichem Engagement und leistet im Kleinen einen großen Beitrag. Darüber hinaus achtet das Unternehmen auch darauf, CSR am Arbeitsplatz zu integrieren, etwa durch Gesundheitsmaßnahmen, familienorientierte Arbeitszeiten und individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten.

 

Infineon Technologies Austria AG und LAM Research AG

Carinthian International Club - Kärntner Netzwerk zur besseren Integration von AusländerInnen

Der 2009 gegründete Carinthian International Club will qualifizierte ausländische MitarbeiterInnen von Industrie und Bildungsinstitutionen stärker integrieren, deren Angehörige betreuen, für ihre Anliegen da sein und so für die MitarbeiterInnen ein förderliches Umfeld schaffen. Dieses Kooperationsprojekt von Infineon Technologies Austria, LAM Research, Flextronics, Treibacher Industrie und weiteren Partnern ist ein Leuchtturmprojekt für das Land Kärnten. Die beteiligten Betriebe setzen mit diesem Projekt ein klares Zeichen für Integration und gegen Ausländerfeindlichkeit. Das Projekt besticht durch seine Tragweite, da es sich nicht nur an Angestellte, sondern auch an deren Angehörige wendet. Die Maßnahmen reichen von einer mehrsprachigen Internetplattform über Welcome Packages bis hin zu Kursangeboten, Kennenlernveranstaltungen und persönlichen Coachings.

 

MAM Babyartikel GmbH

Mobile gynäkologische Kliniken für Nepals Frauen
MAM Babyartikel begegnet mit diesem Projekt dem Problem der hohen Mütter- und Kindersterblichkeit in Nepal. Die meisten Frauen in Nepals ländlichen Regionen müssen ihre Kinder ohne ärztliche Unterstützung zur Welt bringen. CARE und MAM Babyartikel stellen mobile gynäkologische Kliniken zur Verfügung und sichern damit nicht nur die medizinische Vorsorge, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Frauen in Nepal. Das Unternehmen unterstützt das Projekt auf vielfältige Weise und sichert die Nachhaltigkeit der Initiative, indem MitarbeiterInnen und KonsumentInnen eingebunden werden. Darüber hinaus achtet MAM Babyartikel auch in seiner Zulieferkette auf die Einhaltung sozialer Standards.

 

Mondi AG

Integration durch Bildung
Durch professionelle Lernunterstützung, Elternarbeit und „soziales Lernen“ wird Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien die Integration in Österreich erleichtert. In Kooperation mit der Caritas werden in insgesamt drei Projekten Jugendliche beim Lernen unterstützt, wodurch ihre künftigen Chancen am Arbeitsmarkt verbessert werden. Mondi unterstützt sowohl finanziell als auch durch das persönliche Engagement von MitarbeiterInnen und durch die enge Einbindung der nahegelegenen Produktionswerkstätten. Auch die Führungsebene ist eng in das Projekt involviert und sicher somit die nachhaltige Verankerung des Projektes im Unternehmen. Mondi ist überdies im ökologischen Bereich sehr engagiert. Die Maßnahmen reichen von Energieeffizienz über Ressourceneinsparung bis hin zu CO2-Reduktionen.

 

Zotter Schokoladen Manufaktur GmbH
Kakao statt Kokain
Das Projekt „Kakao statt Kokain“ ist gegen den Drogenanbau in Kolumbien gerichtet. Nach dem Motto „raus aus der Illegalität, rein in die Legalität“ unterstützt Zotter die kolumbianischen Bauern finanziell und durch Know-how beim Anbau von Kakao als legale Einnahmequelle. Der Pionier im ökofairen Schokoladenhandel ermöglicht den kolumbianischen Bauern somit eine Verbesserung der Lebenssituation und sichert gleichzeitig den Ausbau von biologisch angebautem Kakao, was auch positive Effekte auf die lokale Flora hat. Vorbildlich ist auch die Einbindung von Partnern in das Projekt: Neben dem United Nations Office on Drugs and Crime sind auch die Austrian Development Agency und die Stadtverwaltung Graz sowie eine kolumbianische Gemeinde in das Projekt involviert. Zotter beweist mit diesem mutigen Projekt einmal mehr, dass er in Sachen Nachhaltigkeit, Innovation und fairer Globalisierung die Nase vorn hat

Nominiertenbegründungen 2010 - Kategorie Markt

Die Unternehmen sind in alphabetischer Reihenfolge sortiert.

 

Göttin des Glücks OG
Ökofaires Modedesign aus Österreich
Göttin des Glücks ist Österreichs erstes Modelabel, das ausschließlich fair produzierte Biobaumwolle verarbeitet und in der gesamten Produktionskette soziale und ökologische Kriterien berücksichtigt.
Das Unternehmen kombiniert junges modernes Design mit verantwortungsvollem Wirtschaften und spricht mit seinem innovativen Konzept zahlreiche junge Menschen an, die wiederum als Multiplikatoren für nachhaltigen Konsum fungieren. Neben ökologischen Rohstoffen, fairen Arbeitsbedingungen und dem  Anspruch auf Ganzheitlichkeit setzt das Kleinunternehmen seit Gründung des Labels auf Transparenz im gesamten Geschäfts- und Produktbereich.

 

RINGANA GmbH

Frischekosmetik echt nachhaltig
Ringana produziert und vertreibt Frischekosmetik direkt aus dem Rührwerk und ohne Konservierungsstoffe.
Hohe ethische Standards, ein ausgeklügeltes Logistiksystem, das keine unnötig lange Lagerung der Ware vorsieht, sowie der Verzicht auf  genmanipulierte Rohstoffe und auf Tierversuche kennzeichnen das junge innovative Unternehmen. Ringana berücksichtigt CSR in der gesamten Lieferkette und achtet auch bei den Verpackungen auf Umweltverträglichkeit. Zur nachhaltigen Ausrichtung des Kleinunternehmens im Kerngeschäft kommt die starke Einbindung des Unternehmens in die Region Hartberg, was langfristig heimische Arbeitsplätze sichert.

 

Sauper Umweltdatentechnik GmbH
Smart Energy Management as a Service
Mit "Smart Energy Management as a Service" wurde ein Produkt- und Dienstleistungsangebot für ein umfassendes Monitoring von Energie- und Stoffströmen entwickelt.
Das Service von Sauper Umweltdatentechnik besticht durch genaues Monitoring von Energiekostenstellen und damit verbundenen Energiekosten und –einsparungen. Das System wird nicht nur von zahlreichen namhaften Kärntner Betrieben angewandt, sondern auch von der Sauper Umweltdatentechnik selbst. Somit ist das Unternehmen bemüht, auch am eigenen Arbeitsplatz für Energieeefffizienz zu sorgen. Mit familienfreundlichen Arbeitszeitregelungen und unterschiedlichen Weiterbildungsmöglichkeiten leistet das Unternehmen überdies einen wesentlichen Beitrag für die MitarbeiterInnen.

 

software-systems.at
EDA - Eine neue Kennziffer zur Neuorientierung in der Veranlagung
Software-systems.at hat eine Kennziffer zur Neuorientierung in der Veranlagung entwickelt, die es ermöglicht, den Ethisch Dynamischen Anteil eines Finanzproduktes zu ermitteln. Durch dieses Angebot, das kostenlos über die Homepage abgerufen werden kann, wird das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Finanzdatenanalyse gestärkt. Vor allem Großkonzerne sollen dadurch angeregt werden, in Richtung Nachhaltigkeit umzudenken, da auch Positivkriterien, wie erneuerbare Energien bei der Analyse berücksichtigt werden. Das Kleinunternehmen software-systems.at lebt ethisches Handeln selbst auf sämtlichen Ebenen, etwa durch ein energieautarkes Bürogebäude, familienfreundliche Arbeitsbedingungen oder eine starke Einbindung der lokalen Anspruchsgruppen.

 

Sonnenkraft Vertriebs GmbH
Sonnenkraft solar-aktivhaus
Im Forschungsprojekt solar-aktivhaus wurde ein energieautarkes Einfamilienhaus gebaut. Durch die offene Bauweise mit viel Glas und großen Fensterflächen ist es ein Konterpart zum Passivhaustrend. So wird erstmals der Beweis erbracht, dass ein Haus nur mit Sonnenenergie betrieben werden kann. Weitere Häuser sind im Bau bzw. werden schon aktiv genutzt. Mit dem solar-aktivhaus setzt die Sonnenkraft Vertriebs GmbH neue Maßstäbe im Bereich des energieautarken Einfamilienhauses. Das Besondere an dem Projekt ist der Forschungsaspekt, der durch die Einbindung der MitarbeiterInnen, die in dem Haus „testwohnen“ unterstrichen wird. Das Unternehmen forciert damit die wohl zukunftsträchtigste Technologie am Energiemarkt: die Sonnenkraft. CSR wird im Unternehmen aber nicht nur in ökologischer Hinsicht gelebt. Zahlreiche gesundheits- und arbeitsplatzverbessernde Maßnahmen sind gerade im Aufbau; soziale Projekte im lokalen Umfeld werden zunehmend unterstützt.

 

VBV - Vorsorgekasse AG
Nachhaltige Veranlagung für alle Berufstätigen
Die VBV Vorsorgekasse AG forciert Nachhaltiges Investment von kurz- und langfristig veranlagtem Sozialkapital unter Berücksichtigung von Kapitalgarantie und den Vorgaben eines Ethik-Beirats für derzeit über 1,6 Millionen Beschäftigte in Österreich.
Die Beachtung der Menschenwürde, der Erhalt der Gesundheit und der Umwelt sind Grundvoraussetzungen der Portfolioauswahl einer Veranlagung durch die VBV, womit ethisches Wirtschaften der börsennotierten Unternehmen gefördert wird. Die VBV achtet darüber hinaus auch am eigenen Arbeitsplatz auf die Verankerung von Nachhaltigkeit: So gibt es zahlreiche Maßnahmen im Bereich der Gesundheits- und Lehrlingsförderung. Außerdem wurde ein eigener Compliance Officer installiert, der für Korruptionsprävention und –bekämpfung im Unternehmen zuständig ist.

Nominiertenbegründungen 2010 - Kategorie Ökologie

Die Unternehmen sind in alphabetischer Reihenfolge sortiert.

 

1. Obermurtaler Brauereigenossenschaft in Murau
Bierige Nachhaltigkeit
Das Projekt "Bierige Nachhaltigkeit" der Brauereigenossenschaft Murau ist ein umfassendes Langzeitprojekt das mit vielen kleinen Maßnahmen im Laufe der letzten 14 Jahre eine beeindruckende ökologische und ökonomische Erfolgsbilanz aufwies. Rund 200 Umweltmaßnahmen wurden gesetzt, um den betrieblichen Umweltschutz aufzubauen. So konnten etwa bislang 19% des Energieeinsatzes, 471 Tonnen des CO²-Ausstoßes und 44% des Abwassers eingespart werden. Auch in der Beschaffung werden diese strengen Richtlinien konsequent verfolgt: Die Braugerste kommt zu 100% aus Österreich, der Strom zu 100% von CO2-neutralen Energieträgern und 40% der Raumwärme werden von Erdwärme und Biomasse bezogen. Zudem verpflichtet sich der Betrieb zu hohen Standards in den Bereichen Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung und unterstützt die MitarbeiterInnen unter anderem mit einem Sozialfond.

 

BioBag
Kompostierbare Schulmilch- / Joghurt Becher
Das Projekt „kompostierbare Schulmilchbecher“ hat zum Ziel, herkömmliche Polystyrolbecher mit Aluminiumdeckel durch kompostierbare Becher, Deckel und Strohhalme auf Basis nachwachsender, biologisch abbaubarer und kompostierbarer  Rohstoffe zu ersetzen. Das Projekt ersetzt zur Zeit rund 10 Millionen herkömmlicher Polystyolbecher  mit Aluminiumdeckel und reduziert damit ca 100 Tonnen Polystyrol und ca 20 Tonnen Aluminium in Österreich. Damit unterstützt das Ein-Personen-Unternehmen BioBag nicht nur ressourcenschonende und abfallvermeidende Produktion, sondern fördert bereits im Kindesalter das Bewusstsein für umweltverträgliche Produkte und Verpackung.

 

HERBSTHOFER Malerei-Farbenhandlung-Vollwärmeschutz
Wir malen und dämmen CO2-neutra:,1.vollständig klimaneutraler Malerbetrieb
Der Firma Herbsthofer gelang es, zum 1. Klimaneutralen Malereibetrieb Österreichs zu werden. Im ersten Schritt wurde der durch Energie verursachte CO2-Ausstoß um 50% gesenkt. Anschließend wurden die restlichen Emissionen durch Erwerb von regionalen CO2-Zertifikaten zu 100% kompensiert. Außerdem wurde der Wirkungsradius des Unternehmens auf max. 70km eingeschränkt, wodurch die verkehrsbedingten Emissionen signifikant verringert werden konnten. Weiters entwickelte das Unternehmen einen Kompensationsmechanismus, wodurch die Landwirte der Region Anreize erhalten, Humus aufzubauen um so die regionale Kreislaufwirtschaft zu unterstützen. Die Einbindung der MitarbeiterInnen und auch der regionalen Bevölkerung ist Grundlage und Erfolgsfaktor dieses CSR-Vorzeigeunternehmens.

 

Heuberger Eloxieranstalt GmbH
Optimierter Ressourceneinsatz (Wasser, Energie, Chemikalien) mit der ZERMEG-Methode (Zero Emission Retrofitting Method in Existing Galvanizing Plants)
Traditionell ist der Einsatz des technischen Vorgangs Galvanisierung äußerst ressourcenintensiv und umweltbelastend. Mit Hilfe des innovativen ZERMEG-Ansatzes gelang es der Heuberger Eloxieranstalt den Produktionsprozess nachhaltig zu gestalten, ohne den Betrieb der galvanischen Anlage und die Qualität der erzeugten Produkte zu beeinträchtigen. So gelang es, den Wasserverbrauch um 80% sowie den spezifischen Chemikalien- und Erdgasverbrauchs um 40 % zu senken. Diese Reduktion des Chemikalieneinsatzes führte zu verbesserten Arbeitsbedingungen und erhöhter Sicherheit der MitarbeiterInnen. Durch Informationsoffensiven und regelmäßige Tage der offenen Tür verstärkt die Heuberger Eloxieranstalt überdies die Transparenz des Unternehmens und forciert den Dialog mit ihren Anspruchsgruppen auf vorbildhafte Weise.

 

Siemens AG Österreich
Energieeffiziente Gebäudetechnik am Beispiel Siemens City
Die neue Unternehmenszentrale von Siemens Österreich, die Siemens City in Wien-Floridsdorf  ist ein Vorzeigeprojekt für den Einsatz intelligenter und resourcenschonender Gebäudetechnik.
Mittels thermoaktiver Bauteile und der Nutzung von Erdwärme werden Kühlung und Heizung der Büroräume ressourcenschonend geregelt und bis zu 40.000 Tonnen CO² pro Jahr eingespart. Die Warmwasserversorgung des Bürgebäudes erfolgt über 200m² Solarkollektoren. Rund 75% der Abluftenergie werden durch Wärmetauscher effizient genutzt; das Brauchwasser für WC-Anlagen wird wiederverwertet. Insgesamt spart das Gebäude rund 25% der Energie ein, die ein Gebäude dieser Größenordnung verbrauchen würde. Mit einem engagierten Compliance-Team und ausführlichen Leitlinien setzt sich die Siemens AG überdies für Korruptionsbekämpfung ein und verpflichtet sich selbst und Geschäftspartner zur Einhaltung hoher ethischer Standards. Zudem engagiert sich das Unternehmen für individuelle Mitarbeiterförderung und persönliche Weiterbildung im Team.


Nominiertenbegründungen - Kategorie Sonderpreis "Maßnahmen gegen Armut und soziale Benachteiligung"

FEHLT NOCH FREIGABE

Die Unternehmen sind in alphabetischer Reihenfolge sortiert.

 

BAWAG P.S.K.

Das Neue Chance Konto

Rund 50.000 Menschen in Österreich sind wegen mangelnder Bonität von der wichtigsten Bankdienstleistung ausgeschlossen: Sie erhalten kein Girokonto. Mit dem „Neue Chance Konto“ bietet die BAWAG P.S.K. seit April 2009 österreichweit ein Basis-Habenkonto unabhängig von Bonitätskriterien und ohne Zugangsbeschränkungen an. Das Konto unterscheidet sich nicht von einem normalen Konto, wodurch die KundInnen des Neue Chance Kontos nicht automatisch als solche identifiziert werden können. Innerhalb der ersten Monate haben bereits über 4000 Menschen das Angebot der Bawag P.S.K. genutzt. Das Neue Chance Konto war eine Konsequenz aus der intensiven Beschäftigung des Unternehmens mit den Menschenrechten und stellt eine wirkungsvolle Maßnahme gegen Diskriminierung und soziale Benachteiligung dar.

 

Die Zweite Sparkasse

Die Zweite Wiener Vereins-Sparcasse (Die Zweite Sparkasse)

Die Zweite Sparkasse bietet seit mittlerweile vier Jahren ein Haben-Konto für Menschen, die in eine finanzielle Notlage geraten sind und keinen Zugang mehr zu Bankdienstleistungen bekommen. Das Konto versteht sich als ein Angebot im Rahmen eines Gesamtpakets von Beratungs- und Betreuungsleistungen gemeinsam mit kooperierenden Beratungsorganisationen. Besonders hervorhebenswert ist der Pioniercharakter der Initiative sowie die Tatsache, dass ausschließlich ehrenamtliche MitarbeiterInnen bei der Zweiten Sparkasse tätig sind. Insgesamt engagieren sich rund 400 Freiwillige der Erste Bank und Sparkassen in ganz Österreich an dem Projekt. Die rund 5000 KundInnen erfahren eine ganzheitliche Betreuung, die von Schuldnerberatung bis hin zum verantwortungsbewussten Umgang mit Geld reicht. Das Gesamtpaket der zweiten Sparkasse ist eine vorbildhafte Initiative zur Bekämpfung von Armut.

 

EVN AG

Stolipinovo - Fallbeispiel Stakeholderdialog

Durch die Einführung von europäischen Standards der Stromversorgung konnte die EVN die Grundbedürfnisse einer Romasiedlung in Bulgarien decken und dadurch zur Armutsbekämpfung beitragen. Das Projekt ist ein Vorzeigebeispiel für gelungene Stakeholdereinbindung: Durch intensiven Dialog mit der ansässigen Bevölkerung und Einbindung lokaler NGOs konnte die Infrastruktur erneuert, der Energieverbrauch reduziert und gleichzeitig die Zahlungsmoral verbessert werden. Während die BewohnerInnen der Roma-Siedlung von einer besseren Energieversorgung und kostenlosen Schulungen zum Energiesparen profitieren, konnte die EVN die Zahlungsrate von 3 auf 85% erhöhen. Das Projekt stellt somit eine vorbildliche Maßnahme zur Armutsbekämpfung dar und verknüpft gleichzeitig das Kerngeschäft des Unternehmens mit seiner gesellschaftlichen Verantwortung.

 

Mondi AG
Integration durch Bildung
Durch professionelle Lernunterstützung, Elternarbeit und „soziales Lernen“ wird Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien die Integration in Österreich erleichtert. In Kooperation mit der Caritas werden in insgesamt drei Projekten Jugendliche beim Lernen unterstützt, wodurch ihre künftigen Chancen am Arbeitsmarkt verbessert und die Gefahr selbst in Armut zu geraten vermindert werden. Die Jugendlichen vorwiegend mit Migrationshintergrund bekommen durch diese Lerncafés die Möglichkeit sich zu entfalten und ihre Stärken in einem fördernden Umfeld auszubauen. Sowohl die MitarbeiterInnen als auch die Führungsebene sind vorbildhaft in das Projekt involviert. 

 

Verbund (Österr. Elektrizitätswirtschafts AG)

Verbund Stromhilfe Fonds der Caritas

Der „Verbund Stromhilfefonds der Caritas“ hilft finanzschwachen Haushalten in Österreich der Energiefalle von geringem Einkommen bei überproportional hohen Energiekosten zu entkommen. Das Engagement des Verbund basiert dabei auf drei Säulen: Neben individueller Energieberatung im Haushalt wird Unterstützung beim Tausch Strom fressender Geräte sowie finanzielle Überbrückungshilfe bei Stromrechnungen geboten. Damit hilft die Initiative sowohl den Menschen als auch dem Klima. Neben dem eigenen Engagement versucht der Verbund auch andere Energieversorgungsunternehmen für das Projekt zu gewinnen. Damit wird nicht nur die Nachhaltigkeit der Initiative gesichert, sondern auch eine ganze Branche motiviert, sich an der Armutsbekämpfung in Österreich zu beteiligen. Wünschenswert bleibt, dass das Projekt auf die gesamte Gesellschaft ausgedehnt wird, damit die Bevölkerung und auch die Umwelt noch breiter von Energieeffizienz und geringeren Energiekosten profitiert.

http://trigos.at/